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St. Gallen und Thurgau entscheiden über Expo2027 Bern - Neben den fünf eidgenössischen Abstimmungsfragen entscheiden am 5. Juni die Stimmberechtigten über zahlreiche kantonale Vorlagen. In den Kantonen St. Gallen und Thurgau wird über das Schicksal der Expo2027 befunden. Fortsetzung


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Deutsche Linke bestätigt Spitzen-Duo Magdeburg - Die deutsche Linkspartei hat ihr Spitzen-Duo Katja Kipping und Bernd Riexinger für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Die ostdeutsche Bundestagsabgeordnete und der westdeutsche Gewerkschafter wurden auf einem Parteitag in Magdeburg als Vorsitzende wiedergewählt. Fortsetzung


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Schweiz verliert EM-Test gegen Belgien Im dritten Länderspiel des Jahres setzt es für die Schweiz die dritte Niederlage ab. Trotz des 1:2 gegen Belgien zeigt sie aber eine ansprechende Leistung. Fortsetzung



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Real krönt sich zum Champions-League-Sieger

Real Madrid sichert sich zum 11. Mal den Titel in der Königsklasse des europäischen Fussballs. Die Königlichen gewinnen gegen Atletico im Penaltyschiessen. Nach 90 Minuten stand es 1:1.

bg / Quelle: Si / Samstag, 28. Mai 2016 / 23:53 h

Im Champions-League-Final vor zwei Jahren brach Sergio Ramos die Herzen der Atletico-Anhänger in der 93. Minute mit dem Ausgleich zum 1:1, dem später der Real-Sieg in der Verlängerung folgte. Im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion brauchte der spanische Verteidiger nur 15 Minuten für den nächsten Nadelstich in die Herzen der Stadtrivalen. Zum Glück für diesen bleibt diesmal genügend Zeit für den Ausgleich, das Ende war aber genauso bitter. Diesmal brachte die Verlängerung keine Entscheidung. Am Ende weinte dennoch wieder Atletico. Juanfran verschoss als einziger Schütze, als er den vierten Penalty seiner Mannschaft an den Pfosten setzte. Cristiano Ronaldo, der ansonsten eine bescheidene Leistung zeigte, machte mit dem fünften Penalty von Real alles klar.

Führungstor durch Ramos

Die Königlichen waren bereits besser in die Partie gestartet. Nach einer Viertelstunde hatte Ramos einen durch Gareth Bale verlängerten Freistoss von Toni Kroos minim, aber entscheidend zum 1:0 ins Tor abgefälscht. Kleiner Schönheitsfehler: Ramos stand knapp im Abseits. Die Führung des Rekordsiegers in der Königsklasse war allerdings verdient, denn in der ersten Hälfte fand Atletico überhaupt nicht ins Spiel.

Nach der Pause änderte sich das Bild komplett. Die «Rojiblancos» drängten die Königlichen nun deutlich stärker in die Defensive. Die Belohnung hätte innert kürzester Zeit Realität werden können. Nach nur 56 Sekunden pfiff der englische Schiedsrichter Mark Clattenburg zurecht Penalty, nachdem Pepe den Atletico-Altstar Fernando Torres an der Ferse getroffen hatte. Topskorer Antoine Griezmann, an der Euro mit Frankreich Gegner der Schweiz, setzte den Foulpenalty aber an die Latten-Unterkante.

Verdienter Ausgleich

Atletico drückte aber unbeirrt weiter auf den Ausgleich und bewies, dass es nicht nur verteidigen kann. Real blieb einzig mit vereinzelten Kontern gefährlich. Die beste Chance vereitelte Atleticos Goalie Jan Oblak in der 70. Minute, als er den seitlich anstürmenden Karim Benzema stoppte. Die beste Chance zur Siegsicherung verpassen Cristiano Ronaldo und Bale in der 78. Minute - 60 Sekunden später schlägts stattdessen im eigenen Tor ein. Der eingewechselte Belgier Yannick Carrasco verwertete eine perfekte Hereingabe des Verteidigers Juanfran zum verdienten Ausgleich.

Es kam zu einer logischen Verlängerung - der dritten im dritten Meistercup- oder Champions-League-Final Atleticos. 1974 - in der Zeit vor Einführung des Penaltyschiessens - hatten sie gegen Bayern München 1:1 gespielt und das Wiederholungsspiel 0:4 verloren, 2014 unterlagen sie Real in der Verlängerung 1:4. Diesmal gingen in der Zusatzschicht beide Teams auf dem Zahnfleisch und konnten kaum noch viel versprechende Angriffe aufbauen. Das Penaltyschiessen war die logische Folge.

Mit dem Finalsieg krönte Zinédine Zidane eine imponierende erste (Teil-)saison als Cheftrainer von Real Madrid. Nach Miguel Muñoz, Giovanni Trapattoni, Johan Cruyff, Carlo Ancelotti, Frank Rijkaard und Pep Guardiola ist er der siebte Fussballer, der als Spieler und Trainer die Königsklasse gewinnt.

Real Madrid - Atletico Madrid, Stand 1:1 (1:1, 1:0) n.V., Real 5:3-Sieger nach Penaltyschiessen.
Giuseppe Meazza, Mailand. - SR Clattenburg (ENG). - Tore: 15. Ramos (Bale) 1:0. 79. Carrasco (Juanfran) 1:1. - Penaltyschiessen: Lucas Vazquez 1:0, Griezmann 1:1; Marcelo 2:1, Gabi 2:2; Bale 3:2, Saul Niguez 3:3; Ramos 4:3, Juanfran (Pfosten); Ronaldo 5:3.

Real Madrid: Navas; Carvajal (52. Danilo), Pepe, Ramos, Marcelo; Casemiro; Modric, Kroos (72. Isco); Bale, Benzema (77. Lucas Vazquez), Ronaldo.

Atletico Madrid: Oblak; Juanfran, Savic, Godin, Filipe Luis (109. Lucas Hernandez); Saul Niguez, Gabi, Fernandez (46. Carrasco), Koke (116. Partey); Torres, Griezmann.

Bemerkungen: Real Madrid ohne Varane (verletzt). Atletico Madrid komplett. Carvajal verletzt ausgeschieden. 48. Griezmann schiesst Foulpenalty an die Unterkante der Latte. Verwarnungen: 11. Carvajal (Foul), 47. Navas (Unsportlichkeit), 61. Torres (Foul), 79. Casemiro (Foul), 90. (90.+3) Ramos (Foul), 90. (90.+3) Gabi (Reklamieren). 93. Danilo (Foul), 112. Pepe (Foul).


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«Männer stimmten für Hofer, Frauen für Van der Bellen» titelte die FAZ nach dem Wahlkrimi in Österreich. «Warum wählen junge Männer so gern rechts?» fragte jetzt.de einen Soziologen. «Duh» war meine erste Reaktion, hier ein paar weitere. Eine halbe Million Menschen, die grösste dokumentierte Menschenmenge der Geschichte, versammelte sich 1908 im Hyde Park. Auf zehn Rednerplattformen, die im Park errichtet worden waren, sprachen Aktivistinnen und Aktivisten zum Publikum. Alles war very british, sehr zivilisiert und trotzdem: Die meisten der 500 000 Anwesenden sprachen sich für etwas aus, das den meisten Menschen wie eine Revolution erschien: Es ging um die Forderung des Stimmrechts für Frauen. Seit den 1890er Jahren setzten sich die «Suffragetten» in Grossbritannien vehement, mit grosser politischer Arbeit, mit unermüdlichem Einsatz und Protestmärschen für die Bürgerwerdung der Frauen ein. Dreiviertel der unverheirateten Frauen waren in vielen Gegenden voll in der Textilindustrie tätig. Diese «Spinnerinnen» waren unabhängig in Geist und Geld. Ihnen war auch die Radikalisierung in der Stimmrechtsfrage zu verdanken. Sie waren mit Fug und Recht ungeduldig, empört über die soziale und politische Lage - so konnten locker ein paar Steine durch die protzigen Geschäftshäuser an der Oxford Street fliegen. Doch dann zeigte sich der in den Medien so gerühmte freie und liberale Staat äusserst brutal. Die Frauen wurden ins Gefängnis geworfen. Als einige in einen Hungerstreik traten, wurden sie zwangsernährt und zwar auf so unglaublich brutale Art und Weise, dass den Journalisten echt einer abging, als sie die Bilder zwecks Delektieren der dekadenten britischen Oberschicht veröffentlichten. Die Presse war schon damals mehr Mittäter statt Kontrolleur herrschender Gewalt. Den festgeknebelten Frauen wurde ein Gummischlauch durch die Nase direkt in den Magen gerammte. Die qualvolle, zwei Stunden dauernde Prozedur kostete zwei Frauen beinahe das Leben, weil der Brei nicht in den Magen, sondern in ihre Lungen gepumpt wurden. Fast nichts hat sich geändert. Höchstens die Schauplätze. Doch wehren sich Frauen für ihre Rechte, werden sie zuerst belächelt, dann irritiert beobachtet und dann geschlagen, gefoltert, getötet. Die Autorin der Erklärung der Frauen- und Menschenrechte 1791 (!) landete auf der Guillotine, die erste Juristin Europas, Emilie Kempin-Spyri, im Irrenhaus. Die grösste politische Philosophin des 20. Jahrhunderts, Hannah Arendt, wäre fast in den deutschen Konzentrationslagern vergast worden. Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit dem Redigieren von Texten. Die revolutionäre Klimaforscherin? Stirbt mit 26 Jahren in der Textilfabrik von Bangladesh. Die Erfinderin des Malaria-Impfstoffes? Ist an der Hungersnot 2016 im Alter von 9 Jahren gestorben. Die Autorin der globalen Friedensverfassung? Lebt noch, versucht hingegen zunächst zu seelischen und physischen Kräften zu kommen, da die Vergewaltigung ihr leider immer noch viel zu präsent ist. Gleichzeitig tummeln sich in Europa und der Schweiz, Bilder, Statements, Diskussionen von Frauen und Männern, die sich vor allem nach der «guten, alten Zeit» sehnen. Einer Zeit, wo Mutti die Schläge von Vati noch als Liebesbeweis sah, über kein eigenes Bankkonto verfügte und nach einer Scheidung in Schmach, Schande und Armut ihre Kinder aufzog. Ach, verstehen Sie denn auch nicht die Ängste der Männer von 2016, die sich von der Gleichberechtigung bedroht fühlen und deshalb eine Figur wie Hofer in Österreich, oder Orban in Ungarn, Erdogan in der Türkei oder Kaczynski in Polen wählen? Ja, klar doch. Die Pressemeute, die Intellektuellen, die Kommentatoren verstehen diese Menschen, respektive beschäftigen sich eingehend mit deren Haltungen: Unter Jungs lässt sich gut streiten, nicht wahr? Irgendwas muss doch an Hofer et al. richtig sein, wenn so viele Männer ihn wählen? So viele Männer können sich doch nicht irren, nicht wahr? Man muss sie ernst nehmen, ihnen zuhören, sie verstehen, ihnen Plattformen geben, ein Heer von Wissenschaftlern anstellen, um ihnen nahe zu kommen, nicht wahr? Auch die Stahlfrauen mit Titten aus Zement, die ihre eigene Unbarmherzigkeit am eigenen Geschlecht durchziehen wollen, die jede Mitfrau, die auch nur einen Hauch von Freiheit zeigt, mit erbarmungsloser Härte, Diffamierungen, Unterstellungen verfolgt, auch die müssen verstanden, interviewt, porträrtiert und gefördert werden. Denn schliesslich verkörpern sie einen ganz anderen Feminismus als... ...als wer eigentlich? Ach ja! Als all die Menschen, die für Freiheit, Gleichheit und Solidarität ihr Leben hergeben. 108 Jahre nach dem grössten Aufmarsch aller bisher gewesenen Zeiten ist klar: Alles könnte anders sein, aber nichts ändert sich.

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