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Sonntag, 20. April 2014
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Bund prüft öffentliche Ausschreibung für VOX-Analyse Bern - Die Macher der VOX-Analyse geraten in Bedrängnis: Der Bund prüft, den Auftrag für die Abstimmungsanalyse erstmals öffentlich auszuschreiben. Allerdings soll der Schritt nicht im Zusammenhang mit der jüngsten Debatte über die angeblich stimmfaule Jugend stehen. Fortsetzung


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Chinas Autohersteller Qoros kündigt Markteintritt in Europa an Peking - Nach einer Bestnote bei einem europäischen Crashtest will der chinesische Autohersteller Qoros Europa erobern. Das Unternehmen kündigte für das kommende Jahr seinen Einstand auf dem europäischen Markt an. Fortsetzung


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Ausgangssperre über Slawjansk Kiew - Im Osten der Ukraine haben prorussische Kräfte am Sonntag eine Ausgangssperre über die Stadt Slawjansk verhängt. «Zwischen Mitternacht und sechs Uhr früh ist es verboten, die Strassen zu nutzen», sagte der selbsternannte Bürgermeister der Hochburg prorussischer Kräfte, Wjatscheslaw Ponomarew, vor Journalisten. Fortsetzung


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Liverpool nähert sich dem Meistertitel Leader Liverpool macht in der Premier League einen weiteren Schritt Richtung Meistertitel. Die «Reds» gewinnen bei Norwich 3:2 und bauen ihre Führung in der Tabelle auf die direkten Verfolger aus. Fortsetzung



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Dougan bekräftigt CS-Strategie und Kooperation im US-Steuerstreit

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Syrien: Hollande vermutet neue Chemiewaffen-Einsätze

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Charlotte Dujardin erstmals Weltcupsiegerin

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Jamie Foxx: Grosser Fan von Halle Berry

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JOEY RAMONE - A Wonderful Life

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Grippe: Wikipedia und Tweets können vorwarnen

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MH370: Malaysia verhandelt über Finanzhilfe für Angehörige

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Schweizer Zell-Experiment auf dem Weg zur ISS

Antivirales Medikament gegen Masern in Sicht

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Wawrinka gewinnt Schweizer Final

Stanislas Wawrinka gewinnt am Masters-1000-Turnier von Monte Carlo den Schweizer Final gegen Roger Federer. Der Romand setzt sich eindrücklich mit 4:6, 7:6 (7:5), 6:2 durch.

bg / Quelle: Si / Sonntag, 20. April 2014 / 17:45 h

134 Minuten dauerte das Endspiel, in dem Stanislas Wawrinka einen Steigerungslauf hinlegte. Der 29-jährige Waadtländer war verhalten in die Partie gestartet. Bis zum Final hatte er im Fürstentum gegen Marin Cilic (2. Runde), Nicolas Almagro (Forfaitsieg/Achtelfinal), Milos Raonic (Viertelfinal) und David Ferrer (Halbfinal) kein einziges Aufschlagspiel abgegeben. Gegen Roger Federer aber sah sich Wawrinka schon nach zwei Minuten mit einem ersten Breakball konfrontiert, nach 20 Minuten brachte er zum 2:3 im ersten Satz erstmals ein Aufschlagspiel nicht durch, und im Verlauf der ersten Stunde wurde Wawrinka sogar zweimal gebreakt. Aber «Stan the man» liess sich nicht aus der Ruhe bringen. Er steigerte sich beträchtlich. Nach dem zweiten Aufschlagverlust gewährte er bis zum Matchball Roger Federer keine Breakmöglichkeit mehr. Auch im Tiebreak des zweiten Satzes, in welchem Wawrinka sofort auf 2:0 und 4:1 davonzog, gewann er bei eigenem Aufschlag sämtliche Punkte. Im Entscheidungssatz vermochte Federer dann mit der Wucht und der Präzision des Gegners nicht mehr mitzuhalten. Schon in den ersten zwölf Minuten des dritten Satzes realisierte Wawrinka die mehr als vorentscheidenden Breaks zum 1:0 und 3:0.

Dritter Turniersieg in dieser Saison

Der Vormarsch von Stan Wawrinka geht so ungebremst weiter. Von den Schwierigkeiten, die Wawrinka vor zwei Wochen beim Davis Cup in Genf gegen Kasachstan begleitet hatten, war in Monaco nichts mehr zu sehen. Im vierten grossen Turnier der Saison (nach dem Australian Open, Indian Wells und Key Biscayne) feierte Wawrinka bereits den zweiten Triumph. Als erster Profi überhaupt feierte er einen dritten Turniersieg in dieser Saison (nach Chennai und Melbourne). In der Weltrangliste bleibt Wawrinka vor Federer und hinter Nadal (1) und Djokovic (2) für den Moment die Nummer 3. Andererseits eroberte Stan in der Jahreswertung mit 3535 Punkten von Novak Djokovic (3050) die Führung zurück. Vor dem Turnier in Monte Carlo hatte Wawrinka an Masters-1000-Turnieren zwei Finals erreicht und diese vor sechs Jahren in Rom gegen Djokovic und vor einem Jahr in Madrid gegen Nadal klar verloren. Wie schwierig es ist, einen Event dieser Grössenordnung zu gewinnen, beweist der Blick zurück: In den letzten vier Jahren setzten sich an 34 von 37 Masters-1000-Turnieren stets entweder Rafael Nadal, Novak Djokovic, Roger Federer oder Andy Murray durch. Für die Ausnahmen sorgten einzig Robin Söderling (2010) und David Ferrer (2012) jeweils im Spätherbst der Saison in Paris-Bercy.



nachrichten.ch 1

Kostüme sind Magie, Spass, Heiterkeit und Feststimmung zu jeder Jahreszeit Wir haben im Klang und Kleid immer wieder verschiedenste Kostüme aus Film- und TV-Serien. Wenn Du etwas Spezielles suchst, wirst Du hier vielleicht fündig. Fortsetzung



Boulevard

Zwei Alpinisten im Wallis vermisst Arolla VS - Seit Karfreitag werden im Kanton Wallis zwei jurassische Alpinisten vermisst. Der 54- und der 55-Jährige waren in der Region Pigne d'Arolla unterwegs. Die Suche musste am Sonntag vorerst erfolglos eingestellt werden. Fortsetzung


Kultur

Tiziana Giulino ist «The Voice of Switzerland» 2014 Kreuzlingen TG - Die Dielsdorferin Tiziana Giulino ist «The Voice of Switzerland». Die 17-Jährige setzte sich durch gegen Shem Thomas (2. Platz) aus dem Kanton St. Gallen, den Primarlehrer Peter Brandenberger (3. Platz) aus Diessenhofen (TG) und Rahel Buchhold, ebenfalls St. Gallerin. Fortsetzung



Nahost

Zusammenstösse zwischen Palästinensern und Polizei Jerusalem - Auf dem Tempelberg in Jerusalem ist es erneut zu Zusammenstössen zwischen Palästinensern und israelischen Polizisten gekommen. Kurz nach der Öffnung des Geländes für Besucher und Touristen seien am Morgen Steine auf die dort eingesetzten Beamten geworfen worden. Fortsetzung


Kommunikation

Twitter sperrt zwei Nutzerkonten türkischer Regierungsgegner Ankara - Der Online-Kurznachrichtendienst Twitter hat zwei Nutzerkonten gesperrt, von denen aus Korruptionsvorwürfe gegen das Umfeld des türkischen Regierungschefs Recep Tayyip Erdogan verbreitet wurden. Die beiden Accounts waren am Sonntag nicht mehr zu erreichen. Fortsetzung



Dschungelbuch

Verleugnen, Unterbrechen, Herabsetzen und Täuschen Verleugnen, Unterbrechen, Herabsetzen und Täuschen sind nicht nur Talkshow-Tricks, sondern auch Teil der Geheimdienstwaffen des Westens. Die FAZ enthüllt aufgrund neuer Snowden-Dokumente die taktischen Details gezielter Unterdrückung oppositioneller Stimmen via Social Media. Fortsetzung


Etschmayer

Energiepolitischer Weckruf von Putin Die Krim- ja unterdessen Ukraine-Krise wird langsam zur grössten Herausforderung, mit der sich EU und Europa je konfrontiert sahen und sehen. Der Grund dafür liegt weniger in militärischen als in ökonomischen Gründen und das Wort «Gas» ist in aller Munde. Fortsetzung




nachrichten.ch 2

Endlich: SMS versenden mit Outlook 2007/2010 St. Gallen - Das mühsame Getippe ist vorbei. Als erster Schweizer Anbieter stellt ASPSMS.COM eine Anbindung an den Mobile Service von Microsofts Outlook 2007/2010 zur Verfügung. Ohne zusätzliche Software können SMS bequem via Outlook 2007/2010 versendet werden – und das auch noch günstiger als mit dem Handy. Fortsetzung

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Radiolino - Grosses Radio für kleine Ohren Radiolino ist das erste deutschsprachige Web-Radio der Schweiz für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Das Programm richtet sich aber auch an Eltern, Grosseltern, Onkeln und Tanten, sprich an die ganze Familie. Fortsetzung


Kolumne
Darwins Fehlplatzierung in der Demoskopie

Regula Stämpfli

Gross war die Empörung: «Die Jungen scheren sich nicht um Politik», «Wie sich eine Generation von der Politik verabschiedet» oder «Stimmbeteiligung der Jungen unter jeder Sau» (Facebook). Sämtliche Medien übernahmen kritiklos die Befunde der VOX-Analyse vom seriösen GFS-Institut. Erst als die Autorin dieser Kolumne sowohl in allen Social Media Kanälen wie auch in ihrer Blickamabend-Kolumne darauf hinwies, dass derartige Schlagzeilen wenig mit Analyse dafür umso mehr mit einer Schnellschuss-Demoskopie und Medienhysterie zu tun haben, begannen die Journalisten etwas genauer hinzuschauen. Und siehe da: Die NZZ am Sonntag stellt fest: «Die Jungen» haben an manchen Orten bis zu 45 Prozent an der Abstimmung vom 9. Februar 2014 teilgenommen und nicht - wie GfS dies festhielt - unter 17 Prozent. Nun hat der Leiter von GfS, Claude Longchamp, sofort zu diesem Faux-Pas Stellung genommen und plädiert dafür, dass alle Kantone, welche die Stimmzettel nach Alter registieren, die Daten doch veröffentlichen sollten, so dass man genau feststellen könnte, wie viel jüngere Stimmberechtigte an Wahlen und Abstimmungen teilgenommen haben. «Nur Genf und Neuenburg weisen die Stimmbeteiligung nach Altersgruppen aus. Es bräuchte eine Gesetzesänderung auf eidgenössischer Ebene, um das zu ändern», sagt Longchamp. Die Berner Nationalrätin Aline Trede (Grüne) hat seinen Wunsch erhört und will in der Sondersession vom 5. bis 8. Mai mit einer Motion «eine entsprechende Gesetzesänderung in die Wege leiten» berichtet watson.ch Hallo? Irgendwer noch staatsrechtlich zuhause? Eine Gesetzesänderung zu fordern, welche die Stimmbeteiligung nach Altersgruppen ausweisen soll, widerspricht dem Grundrecht jeder Stimmbürgerin und jedes Stimmbürgers auf die Geheimhaltung seiner Wahl- und Stimmfreiheit. Dass dies weder Claude Longchamp noch der Grünen Aline Trede aufgefallen ist, erstaunt deshalb sehr. Einerseits wird der Staatssicherheits- und Überwachungsstaat von der Linken kritisiert, es besteht sogar eine Sensibilität für persönliche Daten und persönliche Freiheiten, andererseits finden es plötzlich alle cool, Stimmverhalten nach Alter, Geschlecht, Beruf und Bildung zu überprüfen. Dass GfS ein gravierender Fehler passiert ist das Eine. Angesichts der Erfolgsbilanz des Instituts muss man feststellen, dass in der Unmenge von Umfrage- und Politbarometer-Getümmel das GfS zu denjenigen Institutionen gehört, welche ihre Daten weit offener, nachvollziehbarer und viel sorgfältiger als alle anderen publizieren. Mit dem Fehler von GfS können wir alle leben. Nicht wirklich leben können wir aber damit, welche politischen Konsequenzen die beschränkten Parlamentarier und Medienschaffende aus diesen und anderen Umfrageergebnissen ziehen. Es geht nicht an, auf Stimmzetteln irgendeine soziologische Kategorie aufzuführen. Mich stört als Auslandschweizerin sogar die Unterscheidung M/F auf meinem Stimmzettel, denn hallo: «Eine Frau in Brüssel, die regelmässig im Kanton Bern ihre Stimme abgibt, häm, wer wohl könnte das sein?» Mein Recht auf geheime Stimmabgabe wird also schon seit Jahren verletzt. Zum Beispiel auch mein Recht, an gewissen Abstimmungen nicht teilzunehmen, denn stellen Sie sich vor, wie heiss die Medienberichte wären, wenn sie schreiben könnten: «Stämpfli schert sich nicht um Politik.» (Hinweis an alle Medienschaffende: Nein, Sie brauchen gar nicht nachzufragen und Hinweis an Kanton Bern: Falls Sie Auskunft geben, weiss ich, um welchen Beamten es sich handelt...) Politiker, Medien und Umfrageforscher haben zum grossen Teil das Verständnis für diese für die Demokratie enorm konstituierende Zusammenhänge verloren. Biologie hat in der Demokratie nichts zu suchen. Trotzdem kommt es immer wieder zu verkürzenden Schrott-Schnellschüssen mit biologistischen Kategorien wie «Frauen scheren sich nicht um Politik» oder «einer Generation verabschiedet sich von der Politik» oder «Schöne werden besser gewählt» oder «Frauen wählen weniger Frauen.» Alles übrigens Studientitel, die wir hochwissenschaftlich im «2011. Schweizer Politik, weiss auf schwarz» widerlegt haben. Neben meiner Kritik, dass Darwin sich in der Politik nicht zu sehr rumtummeln sollte, weil dies der Demokratie - historisch belegbar - echt nicht gut bekommt..., sprich strassenköterisch: «Lasst doch verdammt noch mal Euren biologistischen und soziologisch nicht reflektierten Schrott draussen», tja, neben dieser Kritik an Inhalten und an den politologischen Wiederholungstätern, ist noch etwas anderes zu beachten: Wie kommen die Journalisten dazu, die Umfrage von GfS einfach kritiklos und wortwörtlich zu übernehmen? Wo bleiben die Zweit- und Drittstimmen? Weshalb kommt es niemanden mehr in den Sinn, eine Studie auf ihren wissenschaftlichen Gehalt, eine Umfrage auf ihre Nachvollziehbarkeit und Datenbasis zu hinterfragen? Selbst wenn es sich um die VOX-Analyse handelt, die ja eigentlich seit Jahren seriös, ähnlich aufgebaut und nach wissenschaftlichen Masstäben funktioniert, wäre es wichtig, die journalistischen Qualitätskriterien einzuhalten. Zudem: Brisanter als die (nun belegt falschen) Resultate zur Jugend fand ich die VOX-Analyse, dass es offenbar einen starken Zusammenhang zwischen «weniger Bildung» und Ja zur MEI gegeben hat. Daraus hätte durchaus der Schluss gezogen werden können, dass «Gebildete» offenbar weniger mobilisiert wurden oder eben «Wenig Bildung gibt grössere Zustimmung zur MEI» oder so ähnlich. «Dumme sagen Ja» hingegen wäre hingegen wieder eine Verkürzung gewesen, welche wahrscheinlich sogar Journalisten aufgefallen wäre (Ironiedetektor bitte einschalten). Last but not least: Unbegreiflich ist auch, dass trotz all der publik gewordenen Mängel von Umfragen, Smartevote und vielen Studien, ausgerechnet die Fehler wieder und wieder ihren Weg in die Schlagzeilen der Medien finden. Ähnlich den sexistischen und schon längst widerlegten Frauen-Männerstudien finden politologische Stammtischparolen immer wieder ihren Weg in die Schlagzeilen. Und das ist eigentlich das Skandalon der ganzen Jugendgeschichte. Deshalb hier zur Erinnerung: Gleichheit ist das Merkmal der Demokratie (Δημοκρατία, von δῆμος [dēmos], «Volk», und κρατία [kratía], «Herrschaft»), nicht das der Menschen. Biologie ist ein Merkmal der Menschen, nicht der Demokratie. Vor dem Gesetze und vor dem Staat sind alle gleich, frei, unabhängig von Alter, Hautfarbe, Geschlecht, Grösse, Haarfarbe, Genstruktur etc. Ungleich sind Menschen in ihrer Privatssphäre. Wenn einige gleicher sind als andere, hat das damit zu tun, dass nicht die Politik, sondern die private Herrschaft in einem System entscheidet. Warum die Umfragen und andere Instrumente der «Vermessung der Demokratie» diese Unterscheidung nicht mehr erkennen oder reflektieren, gehört wohl zu einem der bestgehüteten Geheimnisse der Mediendemokratie. Weshalb übrigens die Medien nach wie vor Leute lieben, die vorgeben die Wahrheit zu sagen, während sie mit unerbittlicher Härte jene verfolgen, welche dies tatsächlich tun, ist ebenso ein Geheimnis, womit ich mit einem Insidergruss an diverse Medienschaffende schliesse.

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