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Freitag, 28. November 2014
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Inland

Wirtschaftsaussichten sind wieder eingetrübt Zürich - Die Wirtschaftsaussichten sind gemäss dem KOF Konjunkturbarometer wieder leicht eingetrübt. Die Konjunkturentwicklung dürfte in der Schweiz im Winter geringfügig holpriger verlaufen, teilte die Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich am Freitag mit. Fortsetzung


Wirtschaft

Italien zieht Novartis-Impfstoff aus dem Verkehr Rom - Die italienische Arzneimittelbehörde AIFA hat am Donnerstag «als Vorsichtsmassnahme» die Nutzung eines Grippeimpfstoffs des Basler Pharmakonzerns Novartis verboten. Grund sind drei Todesfälle nach Impfungen. Betroffen sind zwei Lose des Mittels Fluad. Fortsetzung


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Flüchtlinge verlassen vor Kreta havarierten Frachter Athen - Knapp 600 Flüchtlinge an Bord eines seit zwei Tagen im Mittelmeer treibenden Frachters sind auf die griechische Insel Kreta gebracht worden. Unter den Passagieren, die aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und dem Iran stammen, seien viele Frauen und Kinder, sagte der Stadtpräsident des Inselortes Ierapetra, Theodosis Kalantzakis. Fortsetzung


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Zweites Training in Lake Louise abgesagt Wie erwartet musste das zweite Training zur Weltcup-Abfahrt der Männer in Lake Louise (Ka) abgesagt werden. In der Ski-Station im Banff-Nationalpark ist auf gestern Donnerstag rund 30 Zentimeter Neuschnee gefallen. Fortsetzung



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Zürich: Weniger Menschen von Fluglärm gestört

Iris Ritzmann wegen Amtsgeheimnisverletzung vor Gericht

Die 300 reichsten Schweizer werden immer reicher

Kinder in Krippe des Kantons Waadt misshandelt

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Nationalbank am Bundesplatz wird leer geräumt

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Anpassung an Klimawandel braucht Bildung

Credit Suisse verkauft Zürcher «Grieder-Haus» an Swatch

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Auch Argentinien nutzt französische Liste mit Schweizer HSBC-Kunden

UNO-Generalsekretär begrüsst Fortschritte im Kampf gegen Aids

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Berner Kunstmuseum veröffentlicht Listen zu Kunstfund

Kristen Stewart ist kein Fan von Drehpausen

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Neue Smartwatch rettet Epileptikern das Leben

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Tausende Büffel und Ziegen für Göttin Gadhimai

Kathmandu - Alle fünf Jahre schockieren Bilder von langsam verblutenden Opfertieren in Nepal Tierschützer in aller Welt. Nun werden die Messer wieder gewetzt für eines der grössten Schlachtfeste der Welt.

bg / Quelle: sda / Freitag, 28. November 2014 / 09:37 h

Beim hinduistischen Opferfest Gadhimai werden Tausende Tiere zur Schlachtbank geführt. Zahlreiche Wasserbüffel, Ziegen, Schweine, Enten, Hühner, Tauben und weisse Ratten waren am Freitag zum Beginn des Festes im Süden Nepals zusammengetrieben worden. Das Fest wird alle fünf Jahre zu Ehren der Göttin Gadhimai an einem Tempel in Bariyarpur gefeiert. «Wir bitten die Menschen nicht um die Opfer, sie machen das aus eigenem Antrieb heraus», sagte der Vorsitzende des Festival-Komitees, Ram Chandra Sah, der Deutschen Presse-Agentur. «Sie können alles als Opfergabe darbringen, von Süssigkeiten bis hin zu Tieren.» Im Jahr 2009 wurden schätzungsweise 50'000 Wasserbüffel getötet. Viele Teilnehmer kommen aus Indien über die Grenze nach Nepal, andere ziehen aus den Dörfern in Nepals Ebenen zum Gelände. Fernsehsender zeigten zum Start des Festivals Kinder, die Tiere hüteten, während Männer ihre Schlachtmesser vorbereiteten - nach offiziellen Angaben haben sich rund 400 Metzger versammelt.

Regierung verweist auf Religionsfreiheit

Nepals Regierung steht seit Jahren unter Druck von Tierschützern, das Schlachten einzuschränken. Doch Kathmandu betont, dass die Tieropfer zum Recht eines jeden auf freie Religionsausübung gehörten. Rund um die Schlachtbänke sind 14'000 Sicherheitskräfte im Einsatz, um die Menschenmassen zu kontrollieren. Tierschützer wie die Organisation Animal Nepal meinen, die soziale Anziehungskraft sei ohnehin zu gross, um dem Fest mit Regulierungen und Verboten wirksam beizukommen. «Was wir brauchen, sind eine veränderte Mentalität und ein anderes Verhalten der breiten Masse», sagte Direktorin Lucia de Vries. Diese Veränderung könne den Menschen nicht durch Kampagnen von aussen auferlegt werden. «Das muss von innen kommen», betonte die Tierschützerin.

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Riesiges Tieropfer-Fest in Nepal hat begonnen


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«Ausländer-Kredit» für Investitionen in der Heimat? Immer öfter - gerade auch vor den grossen Sommerferien - wird das Beratungsteam von kredit.ch angefragt, ob auch in der Schweiz lebende Ausländer die Möglichkeit haben, einen günstigen, fairen Kredit zu erhalten. Fortsetzung



Boulevard

Wieder stürzt ein Auto in einen Bach Am gestrigen Donnerstagabend ist in Rüti ein Personenwagen nach einem Verkehrsunfall in einen Bach gestürzt. Der Lenker wurde leicht verletzt. Fortsetzung


Kultur

Krimiautorin P.D. James gestorben London - Sie galt als einer der profiliertesten Köpfe der britischen Kriminalliteratur: P.D. James legte noch als 90-Jährige spannende Romane mit dem Prädikat «very british» vor. Mit 94 Jahren ist die grosse alte Dame des englischen Krimis am Donnerstag gestorben. Fortsetzung



Nahost

Zweite Zementlieferung für Wiederaufbau im Gazastreifen Gaza - Eine Kolonne von 28 Lastwagen hat am Dienstag Zement aus Israel in den vom Krieg zerstörten Gazastreifen gebracht. Seit dem Ende des mehrwöchigen israelischen Militäroffensive am 26. August war dies erst die zweite Lieferung von Baumaterial für die Reparatur beschädigter Privatwohnungen in dem Küstengebiet. Fortsetzung


Kommunikation

Vernetzte Teenies brauchen weniger Freunde Brisbane - Smartphone-verliebte und Social-Media-begeisterte Jugendliche fühlen sich laut einer Studie der University of Queensland alles andere als einsam. Die Forscher haben untersucht, wie sich die wahrgenommene Einsamkeit von Teenagern in der Zeit von 1991 bis 2012 verändert hat und stellten fest: Jugendliche fühlen sich heutzutage weniger einsam, als jene vor rund 20 Jahren. Fortsetzung



Dschungelbuch

Gewalt und Geist Nächste Woche beginnen die 16 Tage-Kampagnentage gegen die Gewalt an Frauen. Die feministische Friedensorganisation cdf erinnert mit einem eindrücklichen Gedicht des unübertroffenen Poeten Erich Fried:«Gewalt fängt nicht an, wenn einer einen erwürgt. Sie fängt an, wenn einer sagt: Ich liebe Dich: Du gehörst mir!» Fortsetzung


Etschmayer

Die verdammte Moral Gegen den Polizisten, der den unbewaffneten und vor allem schwarzen Jugendlichen Michael Brown in Ferguson, Missouri mit sechs Schüssen erschossen hat, wird nach einer undurchsichtigen, sehr langen Grand Jury Beratung keine Anklage erhoben. Eine Welle der Empörung - auch aus Europa - ist sicher. Mit welchem Recht? Fortsetzung




nachrichten.ch 2

Endlich: SMS versenden mit Outlook 2007/2010 St. Gallen - Das mühsame Getippe ist vorbei. Als erster Schweizer Anbieter stellt ASPSMS.COM eine Anbindung an den Mobile Service von Microsofts Outlook 2007/2010 zur Verfügung. Ohne zusätzliche Software können SMS bequem via Outlook 2007/2010 versendet werden – und das auch noch günstiger als mit dem Handy. Fortsetzung

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Radiolino - Grosses Radio für kleine Ohren Radiolino ist das erste deutschsprachige Web-Radio der Schweiz für Kinder zwischen 3 und 12 Jahren. Das Programm richtet sich aber auch an Eltern, Grosseltern, Onkeln und Tanten, sprich an die ganze Familie. Fortsetzung


Kolumne
Vampirismus im Europäischen Parlament

Regula Stämpfli

Das europäische Parlament schaufelt in diesen Tagen neue Grabstätten auf dem Friedhof der europäischen Demokratie. Franziskus und Jean-Claude Juncker durften deshalb folgerichtig zur neuen Session in Strassburg den Tanz der Vampire mit medial inszenierter Unschuld eröffnen. Drei Wochen im Amt und schon einen Misstrauensantrag. Selbst wenn dieser aus der rechten Ecke von Marie Le Pen, der der britischen Grösse nachtrauernden UKIP und der Goldsekte AfD stammt: Dies ist ein neuer Rekord in der Geschichte europäischer Regierungskrisen. Drei Wochen mit neuem europäischen Regierungschef und schon auf der Kippe: Papst Franziskus soll es richten. Worum geht's also? Die Lux-Leaks, von denen man mit Fug und Recht behaupten kann, sie hätten schon Bekanntes endlich in die öffentliche Debatte eingebracht, werden von den Abgeordneten wie «Business as usual» behandelt, sprich: «Niemand trägt politische Verantwortung. Niemand ist der Böse.» Schon gar nicht der neugewählte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der seinen Zwergstaat während Jahrzehnten zu einem milliardenschweren europäischen Steuerdieb hochregiert hat. Die deutsche Grünen-Abgeordnete Rebecca Harms, die wahrscheinlich von deutschen Wählerinnen und Wählern nur deshalb nach Strassburg gewählt wurde, um einer nachhaltigen Wirtschafts- und Umweltpolitik Genüge zu tun (sic!), meint: «Wir glauben, dass Jean-Claude Juncker (..) mit seiner gesamten Kommission heute dafür steht, die Dinge zu verändern, die in Luxemburg, aber auch in anderen Ländern (...) schief gegangen sind.» Glauben statt Verändern war schon immer eine effiziente Herrschaftsform. Da wird soviel geglaubt, dass die Demokratie darunter beerdigt wird. Wohl deshalb huldigten Papst Franziskus die europäischen Abgeordneten mit Ovationen. Er brachte: «Orientierung in Zeiten der Orientierungslosigkeit» (Martin Schulz, Parlamentspräsidente und ach ja, SPD). Wie bitte? Die Brüsseler Mechanik bürdet ihren europäischen Wählerinnen und Wählern Steuerpakete auf, die sie als Friseuse, als Taxifahrer, als Lehrerin, als Bäcker, als Sozialarbeiter, als Ingenieurin kaum stemmen können. In Spanien und Griechenland treiben die Brüsseler Finanzdiktate massenhaft ehrliche Menschen an den Rand des Abgrunds und darüber hinaus und das europäische Parlament sucht Beistand beim Papst während Juncker so beichten kann, dass ihm alles vergeben wird? In Strassburg mahnte Franziskus, dass Europa «krank» sei und rief zu einer menschlichen Flüchtlingspolitik und eine Eindämmung des freien Marktes auf. Ja, super! Wie wäre es mit der Umverteilung von reich zu arm? Oder damit, den Petersdom sofort für syrische Flüchtlinge freizuräumen? Mehrere Tausend Flüchtlinge fänden hier locker Platz und Essen gäbe es genug - schliesslich ist die Katholische Kirche ein Milliardenunternehmen, das sich endlich mal um seinen Wirtschaftsauftrag «Barmherzigkeit» kümmern könnte. Franziskus, der alte Mann sorgte sich in seiner Rede auch um das alternde Europa, das mehr und mehr einer «Grossmutter» gleiche, die nicht mehr «lebendig und fruchtbar» sei. Dass Grossmütter seit Jahrhunderten mehr für die Demokratie und die Menschen getan haben als jeder ehemalige oder amtierende Papst, lässt der Argentinier ausser acht. Mehr noch: Er lästert damit indirekt gegen die «Asociación Civil Abuelas de Plaza de Mayo (Vereinigung der Grossmütter der Plaza de Mayo)», die jahrzehntelang gegen die argentinische Militärdiktatur demonstrieren (um die Kinder ihrer gefolterten und verschleppten Kinder wiederzufinden). Bei diesem Papst ist nichts zufällig. Deshalb ist bei seiner unglaublichen Frauenverachtung zum Bild der Grossmütter aufzuhorchen. Er nannte sie: «nicht mehr lebendig und unfruchtbar.» Könnte es sein, dass hier nicht nur die Grossmütter seiner Heimat diffamiert werden sollten, sondern auch der «Hexenhammer» aufgewärmt wurde? Dort waren es nicht zufällig die «alten Frauen», die den Hexentyp schlechthin verkörpern sollten. Ausserhalb inkarniert die «alte Frau» jenseits ihrer Geschlechtlichkeit offenbar auch heute noch eine wahrhafte Bedrohung für die Welt. Eine echt psychotische Vorstellung, die der Papst in Strassburg lieferte und niemand merkt dies. Im Gegenteil: Die europäischen Abgeordneten klatschen dem alten Mann, dem Papst, dem Vorsteher einer Institution, die unsägliches Leid von Abertausenden von Menschen, vor allem von Frauen zu verantworten hat, fröhlich und aufmunternd zu! Dass diese Erzählform, was hier eigentlich in Strassburg zelebriert wird, medial nirgends Raum findet, ist bezeichnend. Dabei genügt es, hinzuschauen und genau hinzuhören. Zwei alte Männer zelebrieren ein System der ewig herrschenden Untoten. Diskursanalytisch erinnern die Rede von Franziskus und die Antworten von Juncker in diesen Tagen an ein Zitat von Voltaire: «Ich gestehe, dass es (...) Börsenspekulanten, Händler, Geschäftsleute gibt, die eine Menge Blut aus dem Volk heraussaugen, aber diese Herren sind überhaupt nicht tot, allerdings ziemlich angefault. Diese wahren Sauger wohnen nicht auf Friedhöfen, sondern in wesentlich angenehmeren Palästen», u.a. eben auch im Vatikan. Zurück zu Jean-Claude Juncker. Stellen Sie sich vor, Sie wählen einen Drogendealer, um das Netz des illegalen Drogenmarktes zu «reformieren». Wer nun einwendet, Luxemburg hätte nichts Illegales getan, sondern sich im Rahmen der europäischen Finanzordnung völlig gesetzlich verhalten, beweist, wie sehr er lieber «glaubt» statt gestaltet. Eine Demokratie braucht aber keinen Glauben, sondern ist eine Staatsform, die seit der Aufklärung gemäss den Prinzipien Freiheit, Gleichheit und Solidarität immer wieder auf Verwirklichung pocht. In Brüssel und Strassburg wird sie aber gerne wieder und wieder getötet. Dass die neue Europäische Kommission inklusive Parlament sich nicht um Demokratie, sondern um die Bewahrung der Besitzstandsverhältnisse kümmert, ist in diesen Tagen sonnenklar geworden. Völlig in einem grosskoalitären Denken verhaftet, wird Jean-Claude Juncker auch von den Grünen und den Sozialdemokraten als «alternativlos» gestützt. Egal, welche Milliarden unter seiner Regierungsverantwortung in Luxemburg den deutschen Kindergärten, der griechischen Gesundheitsfürsorge und dem spanischen Bildungssystem gestohlen wurden. Wenn sogar die AfD-Abgeordneten schriftlich erklären müssen: «Alle werden für den Misstrauensantrag stimmen, weil Herr Juncker sich weigert, die politische Verantwortung für das von seiner Regierung betriebene steuerliche Raubrittertum zu übernehmen», dann fragt sich jede aufmerksame Demokratin, welch seltsamen Politikverständnis eigentlich die von ihr gewählten linken, grünen und progressiven Abgeordneten huldigen. «Rechtsradikale und Rechtspopulisten» dürften, laut Manfred Weber, Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) «kein Erfolg gegönnt werden.» Tja. Klar doch, finde ich auch. Aber wenn sie - wie ein blindes Huhn, das eben auch mal ein Korn findet - völlig legitime Anliegen in die politische Debatte bringen? Legitimiert das Investitionspaket von 300 Mrd. Euro, das leider wohl wieder in die korrupten Taschen der regionalen und nationalen Autoritäten in den Mitgliedsländern verschwinden wird, tatsächlich, wie dies die Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten, Gianni Pittella meinte, das uneingeschränkte Vertrauen aller europäischen Sozialdemokraten ausgerechnet in Jean-Claude Juncker? Jean-Claude Juncker meinte während der Debatte: «Ich bin kein Freund des Grosskapitals.» Papst Franziskus sagte: «Man kann nicht hinnehmen, dass das Mittelmeer zu einem grossen Friedhof wird.» Kluge, wichtige Worte. Doch wie meinte schon Molière: «Ich lebe von guter Suppe und nicht von schöner Rede.» Vom Theater verstehen Franziskus und Juncker viel, doch vom demokratischen Handeln ebenso wenig wie das ihnen huldigende unkritische Publikum...und zu fressen haben werden mit solchen potenten Grossvätern die Enkel sicher nichts, im Gegenteil: Sie sind das frische Blut, das die Greise wieder und wieder saugen...(für Insider hier ein kleiner Gruss an Karl Marx). Gibt es noch Rettung? Klar doch: Grossmütter vor...

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