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Ausschreitungen in Zürich

Zürich - Schäden in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken und ein verletzter Polizist: Dies ist die Bilanz einer unbewilligten Demonstration in der Stadt Zürich am späten Samstagabend.

bert / Quelle: sda / Sonntag, 7. Februar 2010 / 08:11 h

Ab 22 Uhr sammelten sich vorerst nur gegen hundert Leute beim Carparkplatz hinter dem Hauptbahnhof. Die rasch auf gegen 500 Leute anwachsende Menge zog dann durch die Stadtkreise 4 und 5. Dabei schlugen sie alles kurz und klein, was ihnen in den Weg kam, und besprayten Fassaden und Autos. Die eilig zusammengezogenen Polizeikräfte gingen mit Tränengas und Gummischrot gegen den Saubannerzug vor. Ein Polizist erlitt eine Armverletzung und musste in Spitalpflege gebracht werden, wie der Informationschef der Stadtpolizei, Marco Cortesi, auf Anfrage sagte.

Protest gegen Kapitalismus

Etwa um ein Uhr löste sich die Menge wieder auf. Worum es den teilweise vermummten Demonstranten ging, ist nicht klar.



Die Chaoten richteten Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken an. /



Zwischen Demonstrierenden und der Stadtpolizei kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung. /



Die Demonstranten schlugen Fensterscheiben von Fahrzeugen, Geschäften und Restaurants ein. /

Rund 100 Personen sind nach Angaben der Polizei der linksautonomen Szene zuzuordnen. Laut Cortesi fanden sich zahlreiche Sprayereien mit Bezug aufs Weltwirtschaftsforum WEF, den 1. Mai und den Kapitalismus generell. Die Demonstration habe die Polizei überrascht, sagte Cortesi, es habe keine entsprechenden Hinweise gegeben. Es stelle sich nun die Frage, ob es künftig nötig sei, übers Wochenende regelmässig 40 bis 50 Leute in Reserve zu haben. Aktuell habe man dafür die Mittel nicht. Man müsse und werde sich aber entsprechende Gedanken machen, sagte Cortesi.

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