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China leidet unter Rekordschneefällen

Peking/Shanghai - China leidet unter dem stärksten Schneefällen seit 50 Jahren. Die Bilanz der vergangenen Tage sieht düster aus: Immer mehr Todesopfer, Hunderttausende gestrandete Passagiere, kletternde Lebensmittelpreise und Energieknappheit.

ht / Quelle: sda / Dienstag, 29. Januar 2008 / 16:00 h

Am Dienstag kamen bei einem Busunglück mindestens 25 Menschen ums Leben. Das überfüllte Fahrzeug war von einer vereisten Bergstrasse abgekommen und 40 Meter tief in ein Tal gestürzt. In den vergangenen Tagen waren bereits mindestens 24 weitere Menschen bei Unfällen oder durch einstürzende Häuser ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden sind 78 Millionen Menschen in 14 Provinzen Süd-, Zentral- und Ostchinas von dem Wintereinbruch betroffen. Selbst im sonst milden Shanghai blieb dieser Tage der Schnee liegen. Nach Angaben des Wetteramtes dürfte es noch einige so Tage kalt bleiben. Das Schneechaos kommt ausgerechnet zur stärksten Reisezeit vor dem traditionellen Neujahr, Chinas wichtigstem Familienfest.



China musste die Zahl der Kohletransporte erhöhen. /

Besonders für die bis zu 200 Millionen chinesischen Wanderarbeiter dürfte es nun schwierig werden, in ihre Heimatstädte zu reisen und dort mit ihren Familien am 7. Februar das «Jahr der Ratte» einzuläuten.

Hunderte Ohnmachtsfälle

Eine halbe Million Reisende war am Wochenende am Bahnhof der südchinesischen Stadt Guangzhou (Kanton) gestrandet, am Dienstag waren es noch rund 200'000. Hundert Wartende fielen dort in den vergangenen Tagen wegen Unterzuckerung in Ohnmacht. Die chinesischen Behörden bemühten sich um eine Rückkehr zur Normalität und verstärkten vor allem die Transporte von Kohle, der wichtigsten Energiequelle des Landes. «China Daily» zitierte eine Erklärung des Eisenbahnministeriums, wonach die Zahl der Kohletransporte zu den Kraftwerken des Landes auf 36 000 pro Tag erhöht wurde. Dies entspreche einer Zunahme von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und sei ein Rekord.

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