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Piusbrüder und Vatikan reden hinter verschlossenen Türen

Rom - Neun Monate nach der weltweiten Empörung über die Aufhebung der Exkommunikation für vier Bischöfe der erzkonservativen Pius-Bruderschaft haben in Rom Gespräche zwischen dem Vatikan und den erzkonservativen Piusbrüdern begonnen.

smw / Quelle: sda / Montag, 26. Oktober 2009 / 17:05 h

Bei der ersten, dreistündigen Unterredung zwischen der abtrünnigen Priesterbruderschaft und dem Vatikan im Sitz der Glaubenskongregation habe ein «freundliches, respektvolles und konstruktives Klima» geherrscht, teilte der Vatikan mit. Pressechef Padre Federico Lombardi begrüsste die Gespräche: «Endlich hat man mit der Diskussion doktrineller Fragen an einem dafür angemessenen Ort begonnen. Damit ist eine neue Phase in den Beziehungen angebrochen.» Es seien die wichtigsten Themen der folgenden Zusammenkünfte festgelegt worden. Die Treffen sollen voraussichtlich im Zwei-Monats-Rhythmus weitergeführt werden.

Gespräche könnten Jahre andauern

In den kommenden Monaten stünden unter anderem Fragen der Kirchentradition, die Auslegung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) sowie die Einheit der Kirche auf der Tagesordnung.



Der Holocaust-Leugner Richard Williamson. /

Die Konsultation fand hinter verschlossenen Türen statt. Kernfragen sind die Religionsfreiheit, die Öffnung gegenüber den Juden sowie die «volle Gemeinschaft mit dem Papst». Manche meinen, die Gespräche könnten Jahre andauern. Anfang des Jahres hatte die völlig überraschende Rücknahme der Exkommunikation der vier Piusbrüder - unter ihnen der Holocaust-Leugner Richard Williamson - Entsetzen und Verstimmung bei den Juden aber vor allem auch unter den Deutschen ausgelöst. Dabei ging es Papst Benedikt XVI., wie er betonte, um die Einheit seiner Kirche.

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