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SBB: Ärger wegen fehlendem Cisalpino

Bern - Mit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember baut die SBB das Angebot besonders zwischen den Städten des Mittellandes und der Genferseeregion aus. Das Fehlen der neuen Cisalpino-Züge bereitet dem Bahnunternehmen etliche Probleme.

li / Quelle: sda / Freitag, 21. November 2008 / 14:14 h

SBB-Chef Andreas Meyer sprach vor den Medien in Bern von einer «grossen, herben Enttäuschung». Dass die SBB inzwischen über zwei Jahre auf die bestellten Cisalpino-Züge warte, sei für ihn «nicht nur ein grosses Ärgernis, sondern stellt uns auch logistisch und betrieblich vor erhebliche Probleme». Die ersten Züge des Typs ETR 610 des französischen Herstellers Alstom könnten voraussichtlich im Juni 2009 in Betrieb genommen werden, sagte Alain Barbey, CEO der Cisalpino AG. Hoffentlich würden ab 2010 alle 14 bestellten Cisalpino-Neigezüge fahren können.

Ersatz für fehlende ETR 610

Als Ersatz für die noch fehlenden neuen ETR 610 kommen bestehende ETR 470 von Cisalpino und ICN der SBB zum Einsatz, letztere allerdings nur auf dem Schweizer Streckenabschnitt. Der Zweistundentakt zwischen Zürich und Mailand kann mit einer Lücke aufrecht erhalten werden.

ICN statt Cisalpino

Auf der Verbindung Basel-Luzern-Mailand werden in der Startphase des Fahrplans 2009 ICN statt der geplanten Cisalpino-Verbindungen eingesetzt.



Man hofft, dass ab 2010 alle 14 bestellten Cisalpino-Neigezüge fahren können. /

Reisen von Luzern nach Mailand werden vorübergehend immer ein Umsteigen in Arth-Goldau erfordern. Die SBB prüft die Möglichkeit, mit zusätzlichen Billettangeboten ausserhalb der Hauptverkehrszeiten die Pendlerspitzen zu entlasten. Die im letzten Dezember lancierte, vergünstigte 9-Uhr-Tageskarte zum Halbtax sei ein Erfolg, sagte Meyer. Mit dem Fahrplan 2009 nehmen die Zugkilometer um 5,5 Prozent zu. In den Pendlerzeiten gibt es zwischen Bern und Zürich zusätzlich zum Halbstundentakt vier Intercity-Entlastungszüge. Zusätzliche Züge zur Hauptverkehrszeit setzt die SBB auch auf den Strecken Lausanne-Genf, Neuenburg-Lausanne und Aarau-Zürich ein. Neu sind zudem der Halbstundentakt Basel-Zürich sowie ein morgens und abends verlängerter Halbstundentakt Lausanne-Genf und Bern-Zürich.

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