Zu diesen Schlüssen kommt der erste Bericht des Verkehrsobservatoriums für den Alpenraum, der anlässlich des Gemischten Landverkehrsausschusses Schweiz - EU in Bern veröffentlicht wurde. Diese Entwicklung ist in Frankreich am ausgeprägtesten; dort halbierte sich der Schienenverkehr von 1999 bis 2007 nahezu.
Die Untersuchung umfasst die acht Übergänge zwischen dem Fréjus/Mont Cenis (Frankreich) bis zum Brenner (Österreich). Im Jahr 2007 wurden 210 Millionen Tonnen Güter über die Alpen transportiert, 67 Prozent davon auf der Strasse.
Einzig in der Schweiz ist der Anteil des Schienengüterverkehrs höher als derjenige der Strasse. Sowohl in Frankreich, der Schweiz als auch Österreich ist die Strasse der teurere, jedoch wesentlich schnellere Verkehrsträger.
Nur in der Schweiz ist der Anteil des Schienengüterverkehrs höher. /

Keine Schutzmassnahmen
Das Verkehrsobservatorium war im Rahmen des Landverkehrsabkommen bereits 2002 beschlossen worden. Die Aufnahme der Arbeiten verzögerte sich jedoch wegen Uneinigkeiten über das Prozedere. Mit Hilfe der Informationen sollen die vom alpenquerenden Güterverkehr betroffenen Staaten eigene oder gemeinsame verkehrspolitische Massnahmen entwickeln können.
Da 2007 keine gravierenden Störungen wie Tunnelsperrungen nach Unfällen oder längere Bahnstreiks vorlagen, sahen die Experten keine Notwendigkeit, Schutzmassnahmen vorzuschlagen. Dies wäre im Rahmen des Landverkehrsabkommens möglich. Das Observatorium wird laut Bundesamt für Verkehr in einem Jahr einen weiteren Bericht vorlegen.
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