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Vorerst keine Entschuldigung im FlaggenstreitDavos - Die Bündner Justizdirektorin Barbara Janom Steiner entschuldigt sich vorerst nicht wegen der aus einem Davoser Laden entfernten Tibet-Flagge. Sie will zuerst die Ergebnisse einer Untersuchung abwarten, die in die Wege geleitet wurde.tri / Quelle: sda / Samstag, 31. Januar 2009 / 19:42 h
«Solange ich den Sachverhalt nicht im Detail kenne, werde ich mich nicht entschuldigen», sagte Janom Steiner in Davos anlässlich der WEF-Bilanz der Bündner Behörden. Der Davoser Landammann Hans Peter Michel hat dies im Gegensatz zur Justizdirektorin bereits getan.
Der Fall hatte für landesweites Aufsehen gesorgt: Sicherheitskräfte hatten am Mittwoch beim WEF-Besuch des chinesischen Premiers Wen Jiabao in einem Geschäft in Davos eine tibetische Flagge und Bücher beschlagnahmt.
Flagge musste weg Als die Geschäftsführerin bei der Polizei intervenierte, durfte sie die Bücher - Schriften des Dalai Lama und tibetische Gebetsbücher - wieder ins Schaufenster zurücklegen. Die Flagge aber musste verborgen bleiben.
Die Sicherheitskosten für das diesjährige WEF bewegen sich im Rahmen des letzten Jahres, sie liegen also bei etwa 7 Mio. Fr., wie die Bündner Behörden weiter mitteilten. Justizdirektorin Barbara Janom Steiner will die Untersuchung abwarten. /
![]() Was unterscheiden tibetische Flaggen von tibetischen Büchern? /
![]() Drei Achtel davon übernimmt der Bund. Je zwei weitere Achtel bezahlen der Kanton Graubünden und die WEF-Stiftung. Die Gemeinde Davos berappt das letzte Achtel. Positives Fazit Markus Reinhardt, der Kommandant der Bündner Kantonspolizei, zog vor den Medien ein positives Fazit. Es habe keinerlei Festnahmen und bloss einige Wegweisungen gegeben, sagte er. Glimpflich ging ein Zwischenfall in der Nacht auf Freitag aus: Vor einem Gebäudeeingang auf der Davoser Promenade explodierte ein Sprengsatz, wie die Bundesanwaltschaft auf Anfrage bestätigte. Es kam aber lediglich zu Sachschäden. Die Bundesanwaltschaft hat ihre Ermittlungen aufgenommen.
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