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WEF-Gegner demonstrieren in Basel - Tibeter in Davos

Davos/Basel - Gegen 400 Personen unterschiedlichen Alters haben in Basel an einer bewilligten Kundgebung gegen das gleichentags in Davos eröffnete World Economic Forum (WEF) teilgenommen. Die Demonstranten verhielten sich grösstenteils friedlich.

fest / Quelle: sda / Mittwoch, 28. Januar 2009 / 19:12 h

Die Kundgebungsteilnehmer hatten sich nach 18 Uhr auf dem Barfüsserplatz versammelt, von wo aus sie zum Bankenplatz und schliesslich zum Claraplatz zogen. Die Basler Verkehrsbetriebe unterbrachen vorübergehend den Betrieb in der Innenstadt. Die Demonstranten führten Feuerwerk, Megaphone und Transparente mit sich. «Stoppt den Tanz der Vampire, Ausbeuter und Kriegstreiber» oder «Ein anderes Leben ist möglich - Sozialismus» war auf den Banderolen etwa zu lesen. Angeführt wurde der Zug u.a. von linken lokalen Politikern.

PET-Flaschen gegen die UBS

Am Bankenplatz wurden einige PET-Flaschen, Farbbeutel und ein paar Dutzend Schuhe gegen das UBS-Gebäude geworfen. Das mittelalterliche Rathaus wurde mit dem Spruch «Wipe out WEF» besprayt.



Die bewilligte Tibet-Demonstration am Rande des WEF verlief friedlich. /



Chanel-Brille und Tibetflagge: Eine Demonstrantin auf einer Solidaritätskundgebung. /

Zudem wurden in Richtung von Polizeibeamten einige Petarden abgefeuert. Auf dem Claraplatz endete die Kundgebung schliesslich. Ein paar Verbliebene entzündeten auf der Mittleren Brücke noch einige Zeitungen an. Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass konnte aufatmen. Wie er gegenüber der SDA sagte, verlief die Demonstration alles in allem «relativ diszipliniert» - im Gegensatz zu den gewalttätigen Ausschreitungen in den Vorjahren.

Tibeter friedlich

In Davos haben 200 Tibeterinnen und Tibeter vom chinesischen Premier Wen Jiabao einen Wechsel in der Tibet-Politik gefordert. Die bewilligte Demonstration am Rande des WEF verlief friedlich. Vertreter der vier grössten Tibeterorganisationen in der Schweiz riefen die WEF-Teilnehmer dazu auf, von Gastredner Wen Jiabao die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet einzufordern. Fortschritt in der Wirtschaft ohne gesellschaftliche Entwicklung sei nicht nachhaltig. Zu Festnahmen von Kundgebungsteilnehmern wie am Dienstag in Bern kam es nicht. Die Polizei hatte keinen Grund einzuschreiten und hielt sich diskret im Hintergrund. Die Davoser Regierung hatte die Demonstration bewilligt.

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