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Zoll beschlagnahmte fast dreimal mehr Fälschungen

Bern - Der Schweizer Zoll hat im letzten Jahr in 1176 Fällen gefälschte Waren und Piraterieprodukte aus dem Verkehr gezogen. Das sind fast dreimal so viele wie im Vorjahr (460). Grund dafür sind Gesetzesänderungen, wie die Plattform «Stop Piracy» mitteilte.

tri / Quelle: sda / Mittwoch, 25. Februar 2009 / 12:37 h

So dürfen die Zöllner neu auch im Postverkehr bei Internetbestellungen für den Privatgebrauch eingreifen. Seit dem 1. Juli 2008 können ausserdem auch Reisenden Fälschungen abgenommen werden. Im vergangenen Jahr gingen dem Zoll so 143 Waren ins Netz, vorwiegend Taschen und Kleidungsstücke. Der grösste Teil dieser Waren konnte direkt vom Zoll vernichtet werden. Knapp 40 Prozent der im Reiseverkehr beschlagnahmten Waren stammten aus der Türkei, wie der Zollstatistik 2008 zu entnehmen ist. Knapp einen Viertel hatten die Reisenden in Thailand gekauft.



Der Grund für die vermehrt festgestellten Fälschungen seien die Gesetzesänderungen. /

Drei Viertel der Waren wurden am Flughafen Zürich beschlagnahmt, 13 Prozent am Flughafen Genf.

Im Wert von 14 Mio. Franken Der Wert aller im vergangenen Jahr beschlagnahmten Waren beläuft sich auf 14 Millionen Franken (2007: 1,3 Millionen Franken). Accessoires wie Taschen oder Sonnenbrillen machten die Hälfte der Stücke aus, ein Fünftel war Bekleidung. Knapp 70 Prozent dieser Waren kamen aus China. Aus Indien hingegen wurden ausschliesslich gefälschte Medikamente beschlagnahmt. «Stop Piracy», die Schweizer Plattform gegen Fälschung und Piraterie, wurde im Juli 2005 vom Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum und der Internationalen Handelskammer Schweiz (ICC Switzerland) gegründet.


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