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Festnahmen vor republikanischem Parteitag

New York - Vor dem am Montag beginnenden Parteitag der US-Republikaner haben Tausende Menschen in New York mit einer Velo-Kundgebung gegen die Politik von Präsident George W. Bush demonstriert.

bsk / Quelle: sda / Samstag, 28. August 2004 / 20:37 h

Nach Angaben der Polizei wurden rund hundert Demonstrierende wegen Ruhestörung festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, die Kreuzungen blockiert zu haben, so dass nicht einmal Notarztwagen durchgekommen seien. Die Organisatoren der Kundgebung beschuldigten ihrerseits die Polizei, angesichts der geplanten Protestkundgebungen eine Strategie der Einschüchterung zu fahren. Wegen der Demonstration, aber auch wegen des grossen Polizeieinsatzes herrschte mehr als eine Stunde lang im East Village völliges Verkehrschaos.

Grossdemonstration

Einen Tag vor Beginn des Parteitags, bei dem Bush für eine zweite Amtszeit nominiert werden soll, werden am Sonntag rund 250 000 Menschen zu einer Grossdemonstration erwartet. Zu der Kundgebung aufgerufen hat das Aktionsbündnis "Vereint für Frieden und Gerechtigkeit", in dem nach eigenen Angaben mehr als 800 Gruppen zusammengeschlossen sind. Die Demonstranten werden durch das Zentrum des Stadtteils Manhattan ziehen; der Marsch in den Central Park wurde ihnen aber von den Stadtbehörden untersagt.



Die Polizei hatte die Velo-Demonstration im Vorfeld verboten. /



Die US-Administration gibt sich vor dem Parteitag gelassen. Bild: George Bush und Dick Cheney in der Präsidenten-Limousine. /



"Critical Mass Ride" durch die Strassen New Yorks. /

Proteste am Freitag

Bereits am Freitag war es in New York zu Protesten gekommen. Tausende amerikanischer Mütter gegen Bush hatten sich angeschlossen. Die Gegnerinnen von US-Präsident Bush waren mit ihren Kindern an der Hand über die Brooklyn-Brücke nach Manhattan gezogen. Die Demonstrationen gegen die Bush-Regierung waren am Donnerstag mit einer Nackt-Schau von Aids-Aktivisten angelaufen.

Anti-Bush-Symbole

In Hunderten Fenstern der Millionenstadt tauchten zudem Stop Bush-Symbole auf. Unweit des Times Square enthüllten Friedensaktivisten eine überdimensionale digitale Uhr, auf der die steigenden Milliardenkosten des Krieges in Irak und der Besetzung des Landes im Minutentakt angezeigt werden. Der Fernsehsender New York One berichtete, dass nach aktuellen Umfragen rund drei Viertel der New Yorker die Politik des US-Präsidenten ablehnen würden. Wie viele Personen befragt wurden, teilte der Sender nicht mit.

Links zum Artikel:

Warnung der New Yorker Polizei Vor den "Velo-Demonstrationen" händigte die New Yorker Polizei Warnungen aus.


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