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Ausschreitungen bleiben aus

Bern - Mehrere hundert Menschen haben in Bern mit bunten Aktionen gegen das WEF demonstriert. Sie standen einem für die Bundesstadt beispiellosen Polizeiaufgebot gegenüber. Bisher blieben die befürchteten Ausschreitungen aus.

mo / Quelle: sda / Samstag, 22. Januar 2005 / 17:46 h

Bereits am Mittag hatten hunderte von Polizeigrenadieren Teile der Berner Altstadt und des Hauptbahnhofs abgesperrt. Zahlreiche Anti-WEF-Demonstranten aus der Romandie wurden im Hauptbahnhof blockiert und kontrolliert. Auch auf den Ausfallstrassen und in der Innenstadt wurden mehrere hundert Menschen durchsucht. Die Polizei nahm 35 Personen vorübergehend fest. Gemäss einem Polizeicommuniqué führten sie "Material auf sich, das gegeignet ist, um damit Sachbeschädigungen zu begehen".

Protest mit Tanz und Theater

Unter dem Schirm dieses gewaltigen Sicherheitsdispositivs wurde am Nachmittag in der Berner Innenstadt mit Tanz, Theater und Performances gegen das Weltwirtschaftsforum protestiert. Rund 500 Personen nahmen an einer bewilligten Tanzparade durch das Berner Mattequartier teil.



WEF-Demonstranten hatten die Autobahnzufahrt am Flughafen Zürich blockiert. /

Begleitet von sechs Musikwagen zogen sie vom Bärengraben dem Aareufer entlang Richtung Gaswerkareal. Weitere 500 WEF-Gegner sammelten sich kurz nach 14 Uhr auf dem Kornhausplatz, wo sie von der Polizei sofort eingekesselt wurden. Laut einem Polizeisprecher sollte damit verhindert werden, dass sich die Demonstranten zu einem Zug durch die Innenstadt formierten.

Katz und Maus mit der Polizei

Unbewilligte Demo in Davos

Auch in Davos ist es am Nachmittag zu einer unbewilligten Demonstration gegen das WEF gekommen. Nach Angaben der Kantonspolizei marschierten zwischen 14 und 15 Uhr rund 40 Personen vom Bahnhof Richtung Promenade. Gemäss einem Polizeisprecher verlief die Aktion friedlich, unter den Demonstranten seien auch keine Vermummten zu sehen gewesen. Es handelte sich um eine dezentrale Aktion zu den Protesten in Bern, sagte eine Sprecherin der Gruppe "Unberechenbare MathematikerInnen aus dem Unterland".

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