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Festnahmen an Anti-WEF-Demonstration

Bern - Die befürchteten Ausschreitungen an den Anti-WEF-Demonstrationen in Bern blieben aus. Trotzdem nahm die Stadtpolizei 84 Personen in Gewahrsam.

bsk / Quelle: sda / Sonntag, 23. Januar 2005 / 08:32 h

Die 79 Männer und 5 Frauen seien zur näheren Kontrolle auf den Polizeistützpunkt geführt worden, hiess es. Darunter befänden sich neben 17 Jugendlichen aus der Schweiz auch Personen aus Deutschland und Frankreich. Die Festnahmen seien erfolgt, weil die Demonstranten strafbare Handlungen begangen oder gefährliche Gegenstände wie Baseballschläger, Feuerwerkskörper, Vermummungsmaterial oder Sprayerutensilien auf sich getragen hätten.

Sachbeschädigungen

Am Morgen sei es ausserdem zu Sachbeschädigungen gekommen, hiess es weiter. Dabei sei unter anderem eine McDonalds Filiale und zwei Bushaltestellen beschädigt worden. Der Sachschaden belaufe sich auf 10 000 Franken.



Die Polizei verhinderte einen Marsch durch die Altstadt. Bild: Archiv. /

Verkleidet, mit Masken, Tanz und Theater hatten die Demonstranten in der Berner Innenstadt die Wirtschaftsführer aufs Korn genommen und aber auch ihrem Unmut über das massive Polizeiaufgebot und die Bewilligungspraxis der Stadt Luft gemacht. An einer bewilligten Tanzparade durch das Berner Mattequartier nahmen rund 500 Personen teil.

Von Polizei eingekesselt

Im Laufe des Samstags sammelten sich auf dem Kornhausplatz mehrmals einige Hundert Gegner des Weltwirtschaftsforums (WEF), wo sie von der Polizei sofort eingekesselt wurden. Nach Polizeiangaben sollte damit verhindert werden, dass die Demonstranten durch die Innenstadt zogen. In einer ersten Bilanz übte der Grüne Berner Stadtrat Daniele Jenni scharfe Kritik an dem Polizeieinsatz und bezeichnete die präventiven Kontrollen als grundrechtswidrig und unverhältnismässig. Auch eine linke Delegation des Berner Stadtrats kritisierte den Polizeieinsatz.

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