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Nach Anti-WEF-Demo: Polizei ist zufrieden

Bern - Weil militante Kreise rechtzeitig isoliert werden konnten, seien die Anti-WEF-Aktionen vom Samstag friedlich verlaufen. Dies sagte die neue Berner Polizeidirektorin, Barbara Hayoz-Wolf (FDP).

rp / Quelle: sda / Sonntag, 23. Januar 2005 / 16:42 h

Rückblickend habe sich die Lageeinschätzung des Gemeinderates als richtig erwiesen, sagte Hayoz auf Anfrage: Das Gefährdungspotential war hoch. Mehrere Personen, die bekanntermassen als militant gelten, seien nach Bern angereist - darunter auch Personen aus Zürich, die dem gewaltbereiten Schwarzen Block zugerechnet werden. Auf einschlägigen Internet-Sides werden weitere Aktionen für die kommende Woche in Bern angekündigt. Hayoz kündete an, dass die Lage genau beobachtet werde: Wir werden, wenn nötig, mit derselben Konsequenz vorgehen wie am Samstag.

Zufriedene Polizei

Dass die Veranstalter, die zu den Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen das World Economic Forum (WEF) aufgerufen haben, auch tatsächlich friedlich mobilisieren können und wollen, das stimme sie mit Blick in die Zukunft hingegen doch etwas hoffnungsfroh, sagte Hayoz. Die Polizei ist mit dem Verlauf der WEF-kritischen Aktionen zufrieden, wie Polizeisprecher Franz Märki auf Anfrage sagte. Das dichte Polizeiaufgebot sowie die friedlich Demonstrierenden hätten beide zum guten Gelingen beigetragen.



Die Polizei hat 84 Personen festgenommen. /

84 Festnahmen

Die Festnahme von 84 Personen kritisierte der Grüne Stadtrat Daniele Jenni als vollkommen willkürlich und unverhältnismässig. Der Fürsprecher Jenni, der sich in Grundrechtsfragen im Zusammenhang mit WEF-Demonstrationen einen Namen gemacht hat, fürchtet, dass die erfassten Daten auch dem Dienst für Analyse und Prävention (DAP) des Bundes zugeführt werden. Hierbei seien die Einsichtsrechte sehr rudimentär, sagte Jenni. Laut Polizeisprecher Märki werden die erhobenen Daten genau angeschaut, und wo nötig Anzeigen erstattet. Das massive Polizeiaufgebot wurde von der JUSO, der SP und der Jungen Alternativen JA! gleichermassen kritisiert. Nach Schätzung der Organisatoren nahmen an den WEF-Aktion in der Innenstadt vielleicht rund 2000 Personen. Die Polizei schätzt die Anzahl Demonstrierender auf nicht mehr als 500. Dazu kamen noch rund 500 Personen, die an der bewilligten Tanzparade entlang der Aare teilnahmen.

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