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Neue Siedlung im Westjordanland geplant

Jerusalem - Israel plant den Bau einer neuen Siedlung im palästinensischen Westjordanland. Dort könnten auch Siedler aus dem Gaza-Streifen aufgenommen werden.

rr / Quelle: sda / Dienstag, 15. Februar 2005 / 16:54 h

Die neue Siedlung Gwaot sei als Erweiterung des grössten Siedlungsblocks Gusch Ezion geplant, sagte Wohnungsbau-Minister Isaac Herzog. Über den Plan soll das Kabinett am Sonntag abstimmen. Es stehe auch jedem Gaza-Siedler frei, nach der für dieses Jahr geplanten Räumung des Gebiets dorthin zu ziehen. Er hätte jedes Recht dazu, sagte Herzog der Nachrichtenagentur Reuters. Gusch Ezion liegt etwa 20 Kilometer südlich von Jerusalem und hat um die 15 000 Bewohner.



Israel plant trotz dem verhängten Baustopp mehr Siedlungen. /

Siedlung trotz Baustopp

Der Road Map genannte und von den USA unterstützte Friedensplan für den Nahen Osten sieht unter anderem einen Baustopp für alle israelischen Siedlungen im Westjordanland vor. Dort leben 230 000 Siedler. Israel behält sich jedoch Erweiterungen bestehender Siedlungen durch Wachstum vor. Die Palästinenser sehen jeden weiteren Siedlungsbau im Westjordanland als israelischen Versuch, mehr Land für sich zu vereinnahmen, zumal US-Präsident George W. Bush erklärt hat, Israel werde bei einer endgültigen Lösung des Nahost-Konflikts vermutlich einige Gebiete im Westjordanland behalten. Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Korei sagte gegenüber Reuters vor einer Sitzung seines Kabinetts, der Gwaot-Plan belaste die Friedensbemühungen.



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