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Avenir Suisse fordert mehr Tagesschulen

Bern - Mehr Tagesschulen anstelle von traditionellen Gemeindeschulen: Dies fordert Avenir Suisse.

rp / Quelle: sda / Dienstag, 5. Juli 2005 / 13:47 h

Um die Gemeinden bei der Umwandlung zu unterstützen, hat Avenir Suisse einen Leitfaden erarbeitet, der an 2500 Schweizer Gemeinden verschickt wird. In der Schweiz besitzen nur gerade 35 Gemeinden Tagesschulen. Das ganzheitliche Angebot mit den Elementen Ausbildung und Betreuung biete aber so viele Vorteile, dass Tagesschulen zum Regelfall werden sollten, sagte Christian Aeberli, einer der Co-Autoren des Leitfadens, bei der Präsentation in Bern.

Familie und Beruf als Problem

Tagesschulen seien vor allem für Eltern ideal, die gleichzeitig eine Familie haben und einer Erwerbstätigkeit nachgehen möchten. Wenn beide Elternteile ihre berufliche Karriere weiterverfolgen können, werde damit nicht nur die Arbeitsproduktivität gesteigert, sondern auch das volkswirtschaftliche Wachstum, sagte Aeberli. Laut einer Studie fliessen pro Franken für eine Kindertagesstätte, 3 bis 4 Franken an die Gesellschaft zurück, darin eingeschlossen 1,60 Franken als Steuereinnahmen.

Lehrer sind keine Köche oder Sozialarbeiter

Dazu bietet die Infrastruktur einer Tagesschule gemäss den Autoren der Studie auch den Schülerinnen und Schülern viele Vorteile.



Tagesschulen eignen sich für Eltern, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen. /

Die Kinder würden gesund verpflegt und ihre sozialen Fähigkeiten gefördert. In einer Tagesschule sei auch kein übermässiger Multimediakonsum möglich. Im Leitfaden "Das Einmaleins der Tagesschule" zeigen die Autoren die Defizite des heutigen Schulbetriebes auf. Zudem geben sie eine Anleitung, wie die Umwandlung von der Bedarfsanalyse über die Personalplanung, Budgetierung und Realisierung etappenweise vorgenommen werden kann. Der Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) unterstützt die Forderung von Avenir Suisse nach Tagesschulen, wie LCH-Präsident Beat W. Zemp an der Medienkonferenz sagte. Allerdings müsse die Rolle der Lehrpersonen bei der Einführung von Tagesschulangeboten klar definiert werden. Die Lehrerinnen und Lehrer seien weder Köche noch verfügten sie eine Ausbildung als Sozialarbeiter.

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