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Opferzahl steigt auf über 50

London - Nach den Anschlägen in London hat nebst der Suche nach den Tätern und Hintermännern die Bergung der letzten Opfer im Vordergrund gestanden. Die Zahl der Toten stieg auf über 50. Eine weitere Zunahme ist wahrscheinlich.

bert / Quelle: sda / Freitag, 8. Juli 2005 / 19:00 h

Die Rettungskräfte konnten laut Polizeichef Ian Blair noch nicht alle Toten bergen. Es gelang nicht, zu einem U-Bahnwagen vorzudringen, in dem sich etliche Leichen befanden. Durch die Bombenexplosion war der U-Bahn-Tunnel vom Einsturz gefährdet. Insgesamt seien rund 700 Menschen verletzt worden. 22 Schwerverletzte schwebten noch in Lebensgefahr. Die Anschläge waren am Donnerstag in drei U-Bahnzügen und einem Bus im Zentrum Londons verübt worden.



Das Bedürfnis nach Information ist riesig. /

Laut Polizei enthielt jede der Bomben rund fünf Kilogramm Sprengstoff. Vermutlich seien die Sprengsätze auf dem Boden der Zugwagen deponiert worden.

Sprengstoff aus Militärbeständen

Nach Einschätzung eines ehemaligen NATO-Experten wurde ein Plastiksprengstoff aus Militärbeständen verwendet. Da die Bomben sehr klein gewesen seien, aber riesige Schäden verursachten, deute dies auf einen äusserst starken Sprengstoff hin. Die Anschläge trügen die Handschrift des Terrornetzwerks El Kaida, sagte Ian Blair. Die Polizei werde die Verantwortlichen "unerbittlich" jagen. Die britischen Behörden nähmen das Bekennerschreiben der bisher unbekannten "Organisation der El Kaida Dschihad in Europa" "sehr ernst", sagte Innenminister Charles Clarke. Allerdings werde bei der Fahndung nach den Tätern keine Richtung von vornherein ausgeschlossen, sagte Clarke weiter.

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