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Jagdbehörden bereitet Bärenbeobachtung SorgenZernez GR - Der Bären-Tourismus am Ofenpass bereitet den Bündner Jagdbehörden zunehmend Sorgen. Die Leute nähern sich Meister Petz in respektloser Art.rr / Quelle: sda / Dienstag, 2. August 2005 / 20:41 h
Jagdinspektor Georg Brosi warnt: "So geht das nicht mehr lange gut."
Die Leute reagierten zum Teil total unvernünftig und näherten sich dem Braunbären auf der Münstertaler Seite des Ofenpasses auf kurze Distanz, sagte Jagdinspektor Brosi auf Anfrage.
Brosi sprach von "wahnsinnigen Annäherungsversuchen" mit hohem Risiko. Warntafeln sollen Schaulustige auf die Gefahr aufmerksam machen.
Aber auch der Bär offenbare ein "unbärisches Verhalten", sagte Brosi weiter. Er zeige wenig Scheu vor Menschen. Normalerweise würden sich Bären zurückziehen, sobald Menschen auftauchten.
Die Leute werden am Ofenpass immer unvorsichtiger. /
![]() Deshalb seien wilde Bären schwierig zu beobachten. Kalb gerissen Das Grossraubtier tauchte in den letzten Tagen regelmässig in der Nähe des Dorfes Tschierv auf, wo er ein Kalb riss. Das Kalb wurde liegen gelassen, der Bär ernährt sich weiterhin davon. Im Münstertal überwiegt die Freude über die Anwesenheit des Bären. Über das letzte Wochenende seien die Hotels praktisch ausgebucht gewesen, sagte Annelies Albertin von Turissem Val Müstair. Meldungen, wonach der Münstertaler Bär im Suldental in Südtirol einen Yak-Bullen des Bergsteigers Reinhold Messner mit einem Prankenhieb lebensgefährlich verletzt habe, nahm der Bündner Jagdinspektor Brosi mit Vorsicht zur Kenntnis. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Bär einen 600 Kilogramm schweren Bullen attackiere.
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