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Demonstranten besetzen 200 Bohrlöcher Quito - Nach Bolivien ist auch in Ecuador ein heftiger Streit um die Rechte an der Ölförderung im Land entbrannt.
fest / Quelle: sda / Donnerstag, 18. August 2005 / 07:55 h
Seit Montag besetzen Einwohner der beiden Amazonas-Provinzen Sucumbios und Orellana rund 200 Bohrlöcher sowie zwei Flughäfen. Mit ihrer Aktion wollen sie die Regierung dazu zwingen, die Förderrechte des US-Unternehmens Oxy zu annullieren und Verhandlungen mit anderen Firmen aufzunehmen. Ziel der neuen Vereinbarungen müsse eine gerechte Verteilung der Öleinkünfte sein, sagte der Gouverneur der Provinz Sucumbios, Guillermo Munoz, am Mittwoch (Ortszeit).
Es sei "ungerecht, dass Oxy nur 12 Dollar pro Fass an Steuern zahlt, während der Preis bei 60 Dollar liegt". Nach seinen Worten wollen die Demonstranten solange weitere Förderquellen besetzen, bis die Regierung auf die Forderung der Demonstranten eingeht.
Petroecuador Arbeiter an einer Pipeline. /
![]() Zunehmende Brutalität Laut Munoz gehen die Sicherheitskräfte mit zunehmender Brutalität gegen die Besetzer vor. Seit Montag seien 60 Menschen verletzt worden, vor allem durch Gummigeschosse der Soldaten. Den Demonstranten gelang es, die Zuleitung zur grössten Ölpipeline des staatlichen Unternehmens Petroecuador zu unterbrechen. Laut Petroecuador belaufen sich die Verluste durch die Protestbewegung bereits auf 2,65 Mio. Dollar.
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