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Ecuador verhängt Notstand Quito - In Ecuador hat die Regierung in zwei Amazonas-Provinzen den Notstand ausgerufen.
fest / Quelle: sda / Donnerstag, 18. August 2005 / 10:54 h
Demonstranten brachten dort die Produktion des staatlichen Ölkonzerns Petroecuador fast zum Erliegen. Wie in Bolivien geht es um die Rechte an Öleinnahmen. Die gestern von Präsident Alfredo Palacio erlassene Verordnung schränkt einige Grundrechte ein und ermöglicht es den Sicherheitskräften, die Kontrolle über die Ölfelder in der Region zurückzuerlangen.
Die Ölproduktion Petroecuadors ist um mehr als 80 Prozent gesunken. Am Montag hatten Bewohner der Provinzen Sucumbios und Orellana Produktionsstätten von Petroecuador besetzt und wichtige Verbindungsstrassen in der Region blockiert.
Präsident Alfredo Palacio erliess gestern einige Notstandsgesetze. /
![]() Die Demonstranten fordern von den Ölkonzernen in der Region eine grössere finanzielle Beteiligung an Infrastrukturprojekten und die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze. Zudem solle die Regierung die Förderrechte des US-Unternehmens Oxy annullieren und Verhandlungen mit anderen Firmen aufnehmen. Ziel der neuen Vereinbarungen müsse eine gerechte Verteilung der Öleinkünfte sein, sagte der Gouverneur der Provinz Sucumbios, Guillermo Munoz. Es sei "ungerecht, dass Oxy nur 12 Dollar pro Fass an Steuern zahlt, während der Preis bei 60 Dollar liegt". Nach seinen Worten wollen die Demonstranten solange weitere Förderquellen besetzen, bis die Regierung auf die Forderung der Demonstranten eingeht.
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