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Ecuador stoppt die Produktion Quito - Ecuadors staatliche Ölfirma Petroecuador stellt nach Protesten und der Verhängung des Notstandes ihre Produktion ein.
bsk / Quelle: sda / Freitag, 19. August 2005 / 09:26 h
Zurzeit werde kein Öl produziert, sagte Präsident Alfredo Palacio am Donnerstag.
Die Regierung rief am Vortag in zwei Amazonas-Provinzen den Notstand aus, nachdem dort Demonstranten die Produktion von Petroecuador fast zum Erliegen gebracht hatten.
Soldateneinsatz Soldaten übernahmen die Kontrolle über Regierungsgebäude und verstärkten die Sicherheitsvorkehrungen an den Ölanlagen. In der Stadt Lago Agrio feuerte die Polizei mit Tränengas auf Protestanten, wie das Fernsehen berichtete. Die Lage in den zwei Urwaldprovinzen sei chaotisch, berichteten nationale Medien am Donnerstag. Die Streikenden hätten Provinzverwaltungen gestürmt und verwüstet sowie eine Polizeistation angegriffen, hiess es.Grundrechte eingeschränkt Der von Palacio am Mittwoch verhängte Notstand schränkt einige Grundrechte ein und ermöglicht es den Sicherheitskräften, die Kontrolle über die Ölfelder in der Region zurückzuerlangen. Am Montag hatten Bewohner der Provinzen Sucumbíos und Orellana mehr als 200 Bohrlöcher von Petroecuador sowie zwei Flughäfen besetzt und wichtige Verbindungsstrassen in der Region blockiert. Die Demonstranten fordern von den Ölkonzernen in der Region eine grössere finanzielle Beteiligung an Infrastrukturprojekten und die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze. Ähnlich wie in Bolivien wehren sich die Demonstranten auch dagegen, dass das Erdöl den ausländischen Unternehmen viel zu billig überlassen werde. Ecuador ist Südamerikas fünftgrösster Erdölproduzent. Über die Hälfte seines Exports gehen in die USA.
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