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Bush plant Besuche - Kritik wächst

Washington - Vor dem Besuch von US-Präsident George W. Bush am Freitag in den Hurrikan-Katastrophengebieten wird die Kritik an den Behörden immer lauter. Bush beantragte unterdessen beim Kongress 10,5 Mrd. Dollar als Soforthilfe.

bsk / Quelle: sda / Freitag, 2. September 2005 / 07:34 h

Dieser stimmte dem Antrag in der Nacht zu. Das Repräsentantenhaus will darüber heute entscheiden. In den verwüsteten Regionen in den Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama werden zunehmend Vorwürfe gegenüber den Behörden laut. Es fehlen vor allem Nahrungsmittel, sauberes Trinkwasser, Medikamente und Transportmittel zur Evakuierung von zehntausenden von Menschen.

Tausende Tote

Leichen verwesen in den Strassen oder stapelten sich an bestimmten Punkten, berichtete der Nachrichtensender CNN. Entkräfte Menschen lägen auf den Strassen. Die Zahl der Toten wird mittlerweile auf mehrere tausend geschätzt. Grosse Probleme sind zudem ausufernde Gewalt, die die Rettungsoperationen behinderten, und Plünderungen. Der Direktor der Behörde für Katastrophenmanagement (FEMA), Michael Brown, sagte, seine Behörde versuche in New Orleans unter Kriegsbedingungen zu arbeiten.

Verzweifelte Kinder

In New Orleans, wo viele Gestrandete seit fast vier Tagen vergeblich auf Hilfe warten, brach Chaos und Anarchie aus.



Besorgte Gesichter: Vater und Sohn Bush mit dem früheren Präsidenten Bill Clinton. /



So viel Glück wie diese Kinder haben viele in New Orleans nicht. /

An der Küste von Mississippi durchsuchten verzweifelte Kinder Abfalltüten nach Essensresten. Die Behörden verteidigten sich gegen den Vorwurf unzureichender Planung. «Dies ist anders als jedes andere Desaster, das die USA je getroffen hat», sagte Brown. «Die Hilfe kommt.» Die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, hat 40 000 Nationalgardisten angefordert, um für Ordnung zu sorgen. Bis Freitag sollen 12 000 davon in New Orleans im Einsatz sein.

Nulltoleranz

In New Orleans waren Banden unterwegs, die Geschäfte plünderten und Menschen bedrohten. Aus Hotels, in denen noch hunderte Touristen festsitzen, traue sich niemand auf die Strasse, berichtete eine Touristin. Präsident Bush kündigte «Null Toleranz» gegenüber Plünderern an. UNO-Generalsekretär Kofi Annan rief die internationale Gemeinschaft auf, den USA bei der Bewältigung der Katastrophe zu helfen.

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