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«Ich benötige Verstärkung»New Orleans - Mit verzweifelter Stimme hat New Orleans Bürgermeister Ray Nagin in einem Radiointerview um Hilfe für seine Stadt gebeten.bert / Quelle: news.ch mit Agenturen / Freitag, 2. September 2005 / 23:00 h
«Ich brauche Polizeiverstärkung, ich brauche Truppen, ich brauche Busse», sagte Nagin. Angesichts des Massenelends im überfluteten New Orleans machte der Bürgermeister seinem Ärger über die schleppende Hilfe am Freitag Luft.
US-Medien sprachen vier Tage nach dem Hurrikan «Katrina» von bürgerkriegsähnlichen Szenen in New Orleans. Immer lauter wurde auch die Kritik am Krisenmanagement der Behörden in den überschwemmten Regionen der Südstaaten.
Bush verspricht Verbesserung Während eines Besuches in der Katastrophenregion beschwichtige US-Präsident George W. Bush und sagte, dass Millionen Tonnen Hilfsgüter auf dem Weg seien. Dennoch sei das Ergebnis der Hilfsaktionen bislang «inakzeptabel» räumte Bush ein.New Orleans Bürgermeister Ray Nagin. /
![]() US-Präsident George W. Bush hat bessere Rettungsmassnahmen versprochen. /
![]() Das Ausmass der Naturkatastrophe wurde inzwischen immer deutlicher. Nach den Worten von Bush sieht die gesamte Küste am Golf von Mexiko aus, als ob sie von der schlimmsten vorstellbaren Waffe getroffen worden sei. 350 000 Häuser zerstört Mindestens 350 000 Häuser seien zerstört worden und bis zu einer Million Menschen benötigten ein neues Zuhause, sagte der Chef der US-Behörde für Katastrophenmanagement (FEMA), Michael Brown. In New Orleans wurde die Situation immer explosiver und die Verzweiflung der Menschen schlug in Empörung und Wut um. Im Footballstadion und im Kongresszentrum wateten Tausende durch Abfall und Fäkalien, in Hauseingängen lagen verwesende Leichen. Hunderte Touristen haben sich in den höheren Etagen von Hotels verbarrikadiert und flehten per Telefon um Hilfe. «Ich weiss nicht, ob jemand sich im Klaren ist, dass wir noch hier sind», sagte eine Touristin.Hilfs-Konvoi eingetroffen Unterdessen traf ein Konvoi der US-Nationalgarde in New Orleans ein und brachte den verzweifelten Menschen Trinkwasser und Nahrungsmittel. Die Soldaten sollen ausserdem die Gesetzlosigkeit, Plünderungen und Schiessereien von Strassenbanden beenden. Die Soldaten wurden angewiesen, notfalls auf Randalierer zu schiessen. Nicht nur in New Orleans, sondern im gesamten verwüsteten Gebiet, das mit 233 000 Quadratkilometer so gross wie Grossbritannien ist, fehlten noch immer Nahrungsmittel, Trinkwasser, Medikamente und Transportmittel für zehntausende Flüchtlinge. Auf die zahlreichen Hilfsangebote aus dem Ausland, darunter der Schweiz, haben die USA bisher nicht mit konkreten Anfragen reagiert.
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