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Bush im politischen Kreuzfeuer

Washington - US-Gesundheitsminister Michael Leavitt hat als erstes Mitglied der US-Regierung eingeräumt, dass die Zahl der Opfer nach dem Hurrikan «Katrina» in die Tausende gehen könnte.

mb / Quelle: sda / Sonntag, 4. September 2005 / 21:40 h

Eine Woche nach der Hurrikan-Katastrophe durch «Katrina» in den drei US-Südstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama versuchte die Regierung von Präsident George W. Bush den politischen Schaden zu reparieren.

Reise als Eigenwerbung

Mehrere seiner Minister machten sich aus Washington in Richtung Katastrophengebiet auf. Bush selbst hatte die Region bereits am Freitag bereist - und dafür harsche Kritik geerntet. Viele betrachteten die Reise als Eigenwerbung für den Präsidenten, die mit den Realitäten der Katastrophe wenig zu tun habe.

Regierung rassistisch?

Insbesondere schwarze Amerikaner hatten die langsame Reaktion der Behörden auf die Katastrophe, die vor allem die von vielen armen Schwarzen bewohnte Südstaatenmetropole New Orleans getroffen hat, scharf kritisiert.



Bush wird scharf kritisiert. /

Der Regierung wurde Rassismus vorgeworfen. Bush hatte bei seinem ersten Besuch eingeräumt, dass der Rettungseinsatz nicht zufriedenstellend verlaufen sei. Bereits am Montag wollte er wieder in das Krisengebiet fliegen.

Blanco kritisiert

Die Wogen glätten sollte auch Aussenministerin Condoleeza Rice, die am Sonntag in ihren Heimatstaat Alabama flog. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wollte ebenfalls am Sonntag noch in die Region kommen. Und der Minister für innere Sicherheit, Michael Chertoff, plante, die Rettungseinsätze in New Orleans persönlich zu überwachen. Regierungsvertreter in Washington schoben derweil die Schuld am Desaster bei der Rettung den oppositionellen Demokraten in die Schuhe, die im am schlimmsten betroffenen Bundesstaat Louisiana mit Kathleen Blanco die Gourverneurin stellen.

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