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Zahl der Opfer steigt täglich

Tokio - Die Zahl der Todesopfer ist durch Taifun «Talim» in China auf 95 angestiegen. Erste Ausläufer von Taifun «Nabi» erreichen derweil Japan.

mb / Quelle: sda / Montag, 5. September 2005 / 19:53 h

Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, waren in der Provinz Anhui mehr als fünf Millionen Menschen vom Taifun betroffen. Durch Erdrutsche und Überschwemmungen wurden fast 140 000 Häuser beschädigt.

162 Stundenkilometer

Noch bevor das ganze Ausmass der Schäden deutlich wurde, drohte ein neuer Wirbelstrum: Taifun «Nabi» erreichte am Montag mit seinen Ausläufern den Süden Japans. Bei Regenfällen und schweren Sturmböen von bis zu 162 Kilometern Stärke kam ein Mann ums Leben und mindestens fünf Personen wurden verletzt. Im Grossraum Tokio ertrank am Sonntag ein 61-Jähriger auf einer überfluteten Strasse, wie die Polizei mitteilte. Er habe versucht, seinem Sohn bei einer Autopanne zu helfen. Unter den Verletzten sind zwei Frauen, die in der südlichen Provinz Okinawa von Sturmböen umgerissen wurden.

2800 Häuser stehen unter Wasser

Wie das örtliche Fernsehen berichtete, suchten 2000 Menschen aus Angst vor den Naturgewalten in öffentlichen Notfallquartieren Schutz. Mehr als 2800 Häuser standen unter Wasser. Rund 18 000 Haushalte waren auf der südlichen Hauptinsel Kyushu ohne Strom. Taifun «Nabi» (auf Koreanisch «Schmetterling») beschädigte Hausdächer und beeinträchtigte den Verkehr.



Trotz heftiger Niederschläge lassen sich die Fischer nicht von der Arbeit abhalten. /

Mehrere Autobahnen im Umkreis der japanischen Hauptstadt Tokio mussten gesperrt werden. Der Bahnverkehr wurde unterbrochen.

Bewohner in Sicherheit bringen

In der Nacht waren mehr als hundert Millimeter Regen in Tokio gefallen. Der schwere Niederschlag wurde auf atmosphärische Schwankungen in Folge des im Süden herannahenden Wirbelsturms zurückgeführt. Dieser bewegte sich nur mit 15 Kilometern in der Stunde voran. Der 14. Taifun dieser Saison in Japan steuerte vom Pazifik her auf die Insel Kyushu zu und dürfte am Dienstag auf Land treffen, berichteten Medien. Die Behörden in der Provinz Miyazaki forderten rund 3600 Bewohner auf, sich ebenfalls in Sicherheit zu bringen.

Hohe Wellen erwartet

Die Meteorologische Behörde warnte die Bevölkerung im Südwesten des Inselreiches unterdessen vor weiteren schweren Regenfällen, Sturmböen, Erdrutschen und hohen Wellen. Erst Ende August war Japan von einem heftigen Taifun mit dem Namen «Mawar» heimgesucht worden. Mindestens ein Mensch wurde dabei in den Tod gerissen, mindestens sieben weitere wurden verletzt.

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