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New Orleans soll vollständig evakuiert werdenNew Orleans - Der stellvertretende Polizeichef von New Orleans, Warren Riley, hat alle Bewohner zum Verlassen der Stadt aufgerufen. Die Stadt sei zerstört, es gebe absolut keinen Grund weiter auszuharren, sagte Riley vor Journalisten.mb / Quelle: sda / Montag, 5. September 2005 / 23:29 h
Er warnte vor dem Ausbruch von Seuchen und anderen Krankheiten durch verschmutztes Wasser und verwesende Leichen. Seine Beamten hätten die Vollmacht, die Menschen notfalls auch zwangsweise zu evakuieren, betonte der Vize-Polizeichef.
Der Kommandant der im Katastrophengebiet eingesetzten Truppen, General Russel Honoré, hatte die Zahl der sich noch in der Stadt aufhaltenden Menschen auf bis zu 10 000 geschätzt.
40 Kilometer langer Stau Riley kritisierte die Entscheidung der Kommune Jefferson Parish, ihre Bewohner tagsüber zurückkehren zu lassen, um ihre Häuser zu inspizieren und Habseligkeiten zu holen. Tausende Bewohner der relativ unbeschädigt gebliebenen wohlhabenden Vororte im Westen von New Orleans, die zu Jefferson Parish gehören, folgten am Montag der Erlaubnis. Auf den Strassen entstand daraufhin Chaos, allein auf der einzigen befahrbaren Zufahrtstrasse nach New Orleans bildete sich ein rund 40 Kilometer langer Stau. Riley kündigte an, die Polizei werde niemanden mehr in die Stadt zurückkehren lassen.Die Beamten evakuieren die Menschen notfalls auch zwangsweise. /
![]() Tote und Verletzte Wie Riley weiter mitteilte, kamen bei einem Zwischenfall in der Stadt am Sonntag zwei bewaffnete Männer ums Leben. Drei weitere seien bei dem Schusswechsel zwischen Polizei und einer Gruppe Bewaffneter verletzt worden. Die sechs Männer hatten zuvor private Mitarbeiter der US-Armee beschossen. Die Armee hatte nach der Schiesserei zunächst nur von zwei Verletzten gesprochen. Das Weisse Haus macht unterdessen mit Notstandsregelungen in acht weiteren Bundesstaaten den Weg für die Vergabe von Bundesgeldern frei. Dazu gehören Florida, Oklahoma, Georgia und Colorado, wie das Weisse Haus am Montag bekannt gab.Flüchtlinge aufgenommen In diesen Staaten haben Zehntausende Flüchtlinge aus den vom Hurrikan «Katrina» betroffenen Gebieten Zuflucht gefunden. Im Bundesstaat Texas, der alleine eine viertel Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat, waren bereits am Samstag mit der Notstandserklärung Bundesgelder freigemacht worden.
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