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Mehr Geld für Hurrikan-Opfer

New Orleans - US-Präsident Bush plant, die Finanzhilfen für die von der Hurrikan-Katastrophe betroffenen Menschen und Regionen erheblich auszuweiten.

fest / Quelle: sda / Mittwoch, 7. September 2005 / 06:56 h

Der Senat soll die bisherigen 10,5 Milliarden Dollar um weitere 40 bis 50 Mrd. aufstocken. Er gehe davon aus, dass der Präsident in Kürze diese Finanzhilfen beim Senat beantragen werde, sagte der demokratische Minderheitsführer im Senat, Harry Reid, nach einem Treffen mit George W. Bush. Insgesamt dürften sich die Kosten zur Bewältigung der Katastrophe auf bis zu 150 Mrd. Dollar belaufen. Die täglichen Kosten der Flutkatastrophe für die Steuerzahler in den USA lägen derzeit höher als die des Militäreinsatzes im Irak, fügte Reid an.

Untersuchungen angekündigt

Bush sieht sich wegen der nur schleppend angelaufenen Hilfe nach dem Hurrikan derzeit heftiger Kritik ausgesetzt. Führende Vertreter des Senats kündigten eine «zeitnahe und eingehende» Untersuchung an. Erste Anhörungen könnten nach Angaben von Parlamentsmitgliedern bereits nächste Woche beginnen.



Präsident George W. Bush bessert den Etat für Hilfsleistungen um 40-50 Mrd. Dollar nach. /

Auch Bush stellte eine Untersuchung der möglichen Pannen in Aussicht. Zunächst habe aber die Rettung von Menschenleben Vorrang, sagte der Präsident. Auch Bushs Sprecher Scott McClellan wollte keinen genauen Termin für den Beginn einer Untersuchung nennen.

New Orleans vor Zwangsräumung

Unterdessen steht New Orleans vor der Zwangsräumung. Bürgermeister Ray Nagin unterzeichnete eine entsprechende Verfügung. Polizisten, Feuerwehr, Nationalgardisten und Armee-Angehörige seien autorisiert, die Entfernung aller Personen aus der Stadt zu erzwingen, hiess es in dem Erlass. Die Verteilung von Nahrungsmitteln und Hilfsproduktion in New Orleans wird bald eingestellt. In den überfluteten Katastrophengebieten begann der Pegel zu sinken. Dadurch werden auch die immensen Schäden sichtbar. Über die Zahl der Toten gibt es weiterhin nur grobe Schätzungen. Bürgermeister Nagin sprach von möglicherweise über 10 000 Toten.

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