Der Braunbär, der Ende Juli vom Südtirol ins Münstertal einwanderte und dort einen Monat blieb, hält sich zwar seit einiger Zeit im Nordtirol bei Nauders (A) auf. Der geringen Distanz wegen könnte sich Meister Petz jedoch rasch auf Bündner Boden verschieben, wo rund 5400 Jäger auf der Pirsch sind.
In den «Tipps» zum Verhalten im «Bärengebiet» werden die Jäger aufgefordert, alle Sichtbeobachtungen dem zuständigen Wildhüter zu melden. «Bärenkot» soll gesammelt und ebenfalls dem Wildhüter übergeben werden.
Die generellen Verhaltensregeln bei Bären-Begegnungen sind identisch mit jenen für Normalbürger: Keine Panik, durch lautes Reden auf sich aufmerksam machen, Rückzug, Bär nicht mit Gegenständen bewerfen. Speziell für die Jäger ist aber die Situation im Zusammenhang mit erlegten Tieren.
Immer hungrig
Bären sind immer hungrig und haben einen exzellenten Geruchssinn. Ein ausgenommenes oder angeschossenes Tier ist für die Grossraubtiere laut den Jagdbehörden «eine willkommene Nahrungsquelle», die er auch verteidigt. Deshalb die Empfehlung an die Jäger: «den geordneten Rückzug» antreten.
Abgeraten wird den Jägern davon, angeschossene Tiere nach Einbruch der Dämmerung zu suchen. Und der letzte Tipp richtet sich an neugierige Waidmänner: «Folgen Sie nie einer Bärenspur!» Umgekehrt braucht der Bär die Jägerschaft grundsätzlich nicht zu fürchten. Er ist ein geschütztes Tier, das nicht geschossen werden darf.