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Politikerinnen aus fünf Parteien fordern mehr TagesschulenBern - Die Kantone sollen für ein ausreichendes Angebot an Tagesschulen, Mittagstischen und Kinderbetreuungs-Plätzen sorgen.rr / Quelle: sda / Montag, 19. September 2005 / 16:33 h
Dies fordern Politikerinnen der fünf grössten Schweizer Parteien. Damit werde der Grundstein für eine bessere Bildung gelegt.
Unter Federführung des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) präsentierten Nationalrätinnen der SP, SVP, FDP, CVP und der Grünen in Bern eine Parlamentarische Initiative zum Ausbau der Kinderbetreuungs-Angebote.
Kantone und Gemeinden sollen verpflichtet werden, «ein bedarfsgerechtes Angebot an familien- und schulergänzender Betreuung für Kinder» bereit zu stellen.
Mängel bei der Erziehung Familie und Beruf seien heute oft schlecht miteinander vereinbar, sagte Christine Egerszegi (FDP/AG). Viele Mütter wollten oder müssten arbeiten - bei langen Auszeiten seien sie «weg vom Fenster». Doch ohne Betreuungsplätze riskierten sie Mängel bei der Erziehung für ihre Kinder. Durch die Beanspruchung in der Familie fehlten die Frauen der Wirtschaft, sagte Ruth Genner (Grüne/ZH).Frauen könnten heute kaum mehr Beruf und Kinder unter einen Hut bringen. /
![]() Häufig müssten sie sich mit schlechter qualifizierten und bezahlten Stellen begnügen. Dabei seien sie heute ebenso gut ausgebildet wie Männer. Mehrfacher Nutzen Laut Egerszegi beweisen Studien, dass den Ausgaben für die Betreuungsangebote ein drei- bis vierfacher Nutzen gegenübersteht. Die Steuereinnahmen und die Standortattraktivität steigen, der Konsum wird angekurbelt und es fliesst mehr Geld in die Kassen der Sozialversicherungen. Auch die CVP stelle sich hinter diese Forderungen, sagte Kathy Riklin (CVP/ZH). Allerdings reiche sie eine separate Initiative ein. Diese verlangt explizit Tagesschulen, statt des etwas unverbindlicheren Betreuungsangebots. Die Initiantinnen und der Lehrerverband waren sich einig, dass der Besuch von Tagesschulen fakultativ bleiben müsse.
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