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Bündner Braunbär erhält Sender Chur - Der Braubär, der Ende Juli im Münstertal auftauchte und Ende September im Unterengadin über 20 Schafe riss, soll einen Sender verpasst bekommen.
ht / Quelle: sda / Mittwoch, 19. Oktober 2005 / 13:08 h
Ist sein Aufenthaltsort jederzeit bestimmbar, werden Abwehrmassnahmen gezielter möglich. «Wir sollten kühlen Kopf bewahren und ihm nicht gleich ans Fell gehen», sagte der Bündner Regierungsrat Stefan Engler im Kantonsparlament. Engler stellte sich in der Fragestunde besorgten Grossräten der vom Raubtier heimgesuchten Talschaften.
Dass Meister Petz Menschen gefährden könne, wolle er nicht ausschliessen, sagte der Vorsteher des Bau-, Verkehrs- und Forstdepartements. Er erinnerte aber daran, dass sich das Raubtier bisher bei Begegnungen mit Menschen immer davon gemacht und auf Scheinangriffe verzichtet habe. Ausserderdem gebe es seit Ende September keine Spur mehr von ihm auf Bündner Boden.
Der am 27. Juli 2005 gesichtete Braunbär in Graubünden. /
![]() Für Landwirte zumutbare Massnahmen Dennoch werden weitere Massnahmen erwogen. Laut Engler plant das Amt für Jagd und Fischerei gemeinsam mit den italienischen und österreichischen Behörden aus der Grenzregion, dem Braunbären einen Sender zu verpassen. Engler erklärte ausserdem, was die Bündner Regierung vom Konzept über den Umgang mit Bären erwartet, welches vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) erarbeitet wird. Nötig seien Regeln, welche Präventionsmassnahmen den Landwirten zugemutet werden könnten und wie die Kosten dafür abgegolten würden. Auch müsse festgelegt werden, wie auf «Problembären» reagiert werden könne, unterstrich Engler. Zudem müssten dem Kanton die Kompetenz für Abwehrmassnahmen und genügend Handlungsspielraum eingeräumt werden.
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