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Nestlé nimmt verunreinigte Babymilch retour Rom/Vevey - Nestlé hat in Frankreich, Spanien, Portugal und Italien Babymilch aus dem Handel zurückgezogen.
smw / Quelle: sda / Dienstag, 22. November 2005 / 16:23 h
Der Rückruf erfolgte, nachdem die italienische Polizei 30 Mio. Liter Babymilch wegen Verunreinigung beschlagnahmt hatte. Die Milch des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns enthalte Spuren von Substanzen, die mit der Verpackung der Milch zu tun hätten, erklärte die Polizei.
Es sei gegenwärtig nicht klar, ob die Substanz giftig sei. Während in Italien maximal zwei Millionen Liter Babymilch betroffen seien, sei die Menge in den anderen drei Ländern deutlich geringer, sagte ein Konzern-Sprecher.
Ein Gesundheitsrisiko bestehe bei den festgestellten Mengen nicht. Die Säuglingsmilch sei mit ITX (IsopropilThioXantone) verunreinigt. «Dies ist nicht ein Problem des Produktes, sondern der Verpackung», sagte der Sprecher weiter. Inzwischen sei die Produktion umgestellt worden.
Die beiden Babymilchprodukte Nidino 2 und Latte Mio wurden beschlagnahmt. /
![]() Auf das Konzernergebnis habe der Zwischenfall keinen wesentlichen Einfluss. Kein Vertrieb in der Schweiz Ein Sprecher von Nestlé-Schweiz bestätigte, dass die zwei betroffenen Produkte in der Schweiz nicht vertrieben würden. Nestlé Italien teilte in einer Pressemitteilung von Montag mit, alle Produkte vom Markt genommen zu haben, in denen Spuren der Substanz ITX enthalten sind. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa waren bereits am 9. November zwei Millionen Liter Nestlé-Milch beschlagnahmt worden. Genauere Kontrollen bewogen die Gesundheitsbehörden, die beiden Babymilchprodukte Nidino 2 und Latte Mio mit Verfalldaten bis September 2006 zu beschlagnahmen. Laut den Behörden gibt es keinerlei Probleme mit Nestlé-Milch, die über das Datum vom September 2006 haltbar ist. Italien ist damit erneut im Fokus der Nestlé-Führung. Erst im Oktober wurde der Nahrungsmittelmulti dort zu einer Busse verurteilt. Er hatte zusammen mit sechs weiteren Produzenten von Baby-Milchpulver Preise abgesprochen. Nestlé wollte gegen den Entscheid rekurrieren.
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