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Weiterhin höchster Schutz für Wölfe

Strassburg - Wölfe geniessen in Europa weiterhin höchsten Schutz. Ein Antrag der Schweiz, der die Lockerung des Schutzes verlangte, ist im zuständigen Komitee des Europarats gescheitert.

smw / Quelle: sda / Montag, 28. November 2005 / 19:41 h

Die Schweiz wollte den Wolf von den «streng geschützten» zu den «geschützten» Arten gemäss dem Berner Artenschutzabkommen herbstufen. Damit sollte eine «international einheitliche Grundlage für ein nachhaltiges Wolfsmanagement» geschaffen werden, wie das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) in einem Communiqué mitteilte. So liessen sich Konflikte mit der Berglandwirtschaft minimieren, wie es das Parlament 2003 gefordert hatte, schrieb das BUWAL weiter.

In der Schweiz nur drei frei lebende Wölfe

Die in Strassburg versammelten Experten des ständigen Ausschusses der Berner Konvention lehnte es ab, über den Antrag zu entscheiden. Grund war laut BUWAL, dass die schon vor einem Jahr geforderten Zusatzberichte der Schweiz zu spät eingetroffen waren und von den Mitgliedsländern nicht mehr eingehend analysiert werden konnten. Gemäss der Nachrichtenagentur afp wiesen die Vertreter fast aller Unterzeichnerstaaten darauf hin, dass es in der Schweiz nach Behördenangaben gerade einmal drei frei lebende Wölfe gebe. Unter solchen Umständen eine Jagderlaubnis zu beantragen, sei «haarsträubend», kommentierte Alain Zecchine vom französischen Umweltschutzverband France Nature Environnement.

Schutzstandards für Tierarten

Das 1979 abgeschlossene Berner Artenschutzabkommens legt Schutzstandards für Tierarten fest, deren Überleben nicht gesichert ist. Derzeit ist der Wolf als besonders gefährdet eingestuft und geniesst höchsten Schutz. Wölfe können aber abgeschossen werden, wenn sie andere Tierarten gefährden. Von diesem Artikel machten immer mehr Länder Gebrauch, argumentierten die Schweizer. Daher sei der Schutz für Wölfe bereits gelockert.

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