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Mehr Befugnisse für australische Polizei

Sydney - Als Reaktion auf die rassistisch motivierten Ausschreitungen hat Australien die Strafen für Unruhestifter im Bundesstaat New South Wales verschärft.

fest / Quelle: sda / Donnerstag, 15. Dezember 2005 / 10:21 h

Zudem wurden die Befugnisse der Polizei ausgeweitet. Gemäss den verabschiedeten Gesetzen steigt die Höchststrafe für Randalierer von 10 auf 15 Jahre. Wer sich an Schlägereien beteiligt kann künftig mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden, bislang waren es maximal fünf Jahre. Die Polizei darf künftig Bezirke von Sydney abriegeln und Alkohol verbieten. Zudem wurden die Durchsuchungs- und Abhörbefugnisse erweitert. «Rowdys und Kriminelle haben unserer Gesellschaft den Krieg erklärt.



Am Wochenende werden mehr als 1000 Polizisten zusätzlich in Bereitschaft sein. /

Wir werden es nicht zulassen, dass sie unser Leben unterwandern», sagte der Ministerpräsident von New South Wales, Morris Iemma, in der ausserordentlichen Sitzung des Parlaments von Sydney.

Am Wochenende 1000 Polizisten im Einsatz

Am Wochenende werden mehr als 1000 Polizisten zusätzlich in Bereitschaft sein. Zwar war es in den vergangenen zwei Nächten in Sydney ruhig geblieben, für Sonntag haben Rassisten in SMS und E-Mails allerdings erneut zu Gewalt aufgerufen. Die Unruhen hatten am Sonntag mit Angriffen von 3000 Menschen auf arabisch aussehende Personen am Cronulla-Strand begonnen. Viele der Angreifer riefen dabei rassistische Parolen und behaupteten, sie würden «ihren» Strand vor libanesischen Jugendbanden schützen. Danach kam es zwei Nächte lang zu Racheaktionen überwiegend libanesischer und moslemischer Jugendlicher.

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