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Für den Bär gibt es keinen Platz

Bern - Für den Bär gibt es in der Schweiz keinen Platz: Bauern, Viehzüchter und Vertreter der Bergkantone fordern mit dieser Begründung eine Überarbeitung des Konzepts Bär Schweiz.

fest / Quelle: sda / Freitag, 14. April 2006 / 09:54 h

Das Konzept war vom Bundesamt für Umwelt erarbeitet worden, nachdem im Sommer 2005 zum ersten Mal seit 100 Jahren ein Braunbär aus Italien in die Schweiz eingewandert war. Es geht im Grundsatz davon aus, dass ein Zusammenleben von Bär und Mensch möglich ist. Doch bereits dieser Grundsatz wird von den Bauern, den Viehzüchtern und Vertretern der Bergkantone in der am Freitag zu Ende gegangenen Vernehmlassung in Frage gestellt. In der dicht besiedelten Schweiz finde der Bär keine wirklich natürlichen Lebensräume vor, schreibt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB).

Bedürfnisse der Tiere nicht so hoch bewerten

Die SAB, der unter anderem alle Bergkantone und -gemeinden angehören, fordert einen konträren Ansatz: Die legitimen Rechte der betroffenen Bevölkerung seien höher zu gewichten als die Bedürfnisse der Tiere. Aktionen gegen Problembären seien konsequent durchzuführen.



Platz höchstens im Gehege: Der Bär Delia im Berner Bärengehege. /

Könne nicht gewährleistet werden, dass von einem Bär kein unmittelbares Risiko für Menschen ausgehe, müsse dieser als Risikobär eingestuft und «sofort liquidiert» werden.

Überarbeitung des Konzepts

Auch der Schweizerische Bauernverband und der Schweizerische Alpwirtschaftliche Verband (SAV) fordern eine Überarbeitung des Konzepts. Dieses müsse darin bestehen, durch konsequente und systematische Massnahmen eine Einwanderung des Bären zu verhindern, sagte SAV-Sekretär Peter Wäfler. Lob wird dem Konzept dagegen vom WWF, dem Schweizer Tierschutz und Pro Natura gezollt. Der WWF vermisst aber konkretere Angaben zur Öffentlichkeitsarbeit. Auch für Pro Natura ist die Information der Bevölkerung von höchster Priorität.

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