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Ospel verteidigt Lohnpolitik der UBSBern - Die Lohnpolitik der Grossbank UBS wird an der Generalversammlung vom kommenden Mittwoch einmal mehr zu reden geben.ht / Quelle: sda / Sonntag, 16. April 2006 / 15:35 h
UBS-Chef Marcel Ospel verteidigt die geplante Kapitalerhöhung zur Finanzierung neuer Mitarbeiteroptionen. Die UBS will sich von den Aktionären die Ausgabe neuer Aktien im Umfang von maximal 15 Mio. Fr. absegnen lassen. Das bedingte Kapital soll für die künftige Ausgabe von Optionen als Lohnbestandteil für Mitarbeiter und Verwaltungsräte verwendet werden.
«Wir haben uns gut überlegt, warum wir die bedingte Kapitalerhöhung wollen», sagt dazu Ospel in einem in der «SonntagsZeitung» veröffentlichten Interview. Doch der Antrag stösst bei verschiedenen Aktionärsgruppen, etwa der Anlagestiftung Ethos, auf Widerstand. Sie halten den Umfang solcher Mitarbeiterprogramme für zu hoch.
Entscheid der Aktionäre
Die beantragte Kapitalerhöhung sei «eine gute Lösung», entgegnet dem Ospel. Doch die Entscheidung würden die Aktionäre treffen und danach richte sich die UBS.
Die Mitarbeiterbeteiligung betrage zurzeit rund 8,5 Prozent. Ospel wirft der Anlegerstiftung Ethos «Populismus» vor. /
![]() Über die nächsten drei Jahre rechne die UBS mit einem Anstieg auf knapp 11 Prozent. «Zugegeben, das ist ein bedeutender Teil, aber das hat System. Wir wollen, dass sich unsere Mitarbeiter mit dem Unternehmen nachhaltig identifizieren.». Hohe Kaderlöhne Der Widerstand gegen die Lohnpolitik der UBS hat einen Grund: Das hohe Lohnniveau der Kaderleute. So bezeichnet Ethos-Chef Dominique Biedermann die UBS-Cheflöhne als zu hoch. So verdiente Ospel letztes Jahr 23,975 Mio. Franken, was ihm heftige Kritik eintrug, auch von bürgerlichen Politikern. Ihnen wirft Ospel «populistisches und unverantwortliches» Handeln vor, indem sie mit ihrer Kritik «die Spaltung der Gesellschaft heraufbeschwören». Hohe Löhne seien auch ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft des Landes floriere. UBS mit Rekordgewinn Glänzendes Beispiel dafür ist die UBS selbst: Der Gewinn kletterte um 74 Prozent auf 14,029 Mrd. Franken. Noch nie hat ein Schweizer Konzern in einem Jahr so viel Gewinn erzielt.
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