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Kulturstreit beigelegt - Milchsuppe mit CouchepinBern - Der Kulturgüterstreit zwischen St. Gallen und Zürich ist beigelegt.fest / Quelle: sda / Donnerstag, 27. April 2006 / 13:34 h
Unter Vermittlung des Bundes wurde eine einvernehmliche Lösung für den auf das Jahr 1712 zurückgehenden Konflikt um die Beute der Zürcher im 2. Villmergerkrieg gefunden. St. Galler und Zürcher Behörden unterzeichneten in Bern eine Vereinbarung über die Zürcher Wiedergutmachung. Kulturminister Pascal Couchepin offerierte in Erinnerung an eine gütliche Einigung im ersten Kappeler Krieg von 1529 zwischen Reformierten und Katholiken eine Milchsuppe.
Im 2. Villmergerkriegs hatten Zürcher Truppen 1712 im Kloster St. Gallen wertvolle Kulturgüter erbeutet. Nach Abschluss des Friedenvertrags von Baden 1718 sandte Zürich zwar einen grossen Teil davon zurück, doch blieben Handschriften und ein Erd- und Himmelsglobus in Zürich zurück.
Bund als Vermittler 1996 ersuchte der St. Galler Regierungsrat den Kanton Zürich um Rückgabe dieser Kulturgüter. Nachdem erste Verhandlungen gescheitert waren, bat St. Gallen 2002 den Bund, eine Vermittlerrolle zu übernehmen, wie sie die neue Bundesverfassung vorsieht. Gemäss der Vereinbarung anerkennt St.Pascal Couchepin servierte eine Milchsuppe in Erinnerung an eine Einigung zwischen Katholiken und Protestanten. /
![]() Gallen das Eigentum Zürichs an der Kriegsbeute. Zürich anerkennt seinerseits die Bedeutung der Kulturgüter für die Identität St. Gallens. Zürich leiht St. Gallen unentgeltlich 35 wertvolle Handschriften aus, die der Stiftung Zentralbibliothek gehören. Kulturtausch Zusätzlich schenkt der Kanton Zürich St. Gallen die Vita vetustissima Sancti Galli, die sich im Staatsarchiv befindet. Zürich lässt eine originalgetreue Replik des Erd- und Himmelsglobus anfertigen und schenkt diese St. Gallen. St. Gallen erhält das Original für eine Ausstellung von maximal vier Monaten. In dieser gütlichen Einigung gebe es keine Gewinner und keine Verlierer, sagte die St. Galler Regierungsrätin Kathrin Hilber bei der Unterzeichnungszeremonie. Für Bundesrat Couchepin ist das Gelingen der Vermittlung ein erfreuliches Beispiel guteidgenössischer Zusammenarbeit.
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