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Zensierte Wikipedia-Alternative in ChinaPeking - Die grösste chinesische Suchmaschine Baidu baut eine zensierte eigene Online-Enzyklopädie wie Wikipedia auf. Das Original ist in China wegen seiner politischen Inhalte gesperrt.bert / Quelle: sda / Freitag, 12. Mai 2006 / 10:07 h
Chinas Konkurrenz für das von Internetnutzern geschriebene Nachschlagewerk verbietet «bösartige Beurteilungen des gegenwärtigen nationalen Systems» oder «Angriffe auf Regierungsinstitutionen und Funktionäre», wie aus den Bestimmungen des Baidu Baike genannten Dienstes hervorging.
Verboten sind Beiträge, die «die gesellschaftliche und öffentliche Ordnung schädigen» oder «Streit im Zusammenhang mit Minderheiten, Rassismus, Religion und Regionen anzetteln». Baidu behält sich die Interpretation «angemessener» Beiträge vor.
Debatte über heikle Themen Das internationale Wikipedia, das Ausgaben in vielen Sprachen hat, begann seine chinesische Version 2001 und hat heute 67 000 Einträge. Zunächst waren vor allem wissenschaftliche und geschichtliche Themen aufgegriffen worden, so dass sich Chinas staatliche Zeitungen Anfang 2004 lobend über Wikipedia äusserten. Die erste Blockade durch die chinesische Zensur wurde aber 2004 um den Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung am 4.Wikipedia war nach sporadischen Unterbrechungen im Oktober 2005 endgültig gesperrt worden. /
![]() Juni 1989 dokumentiert. Um das Massaker von Tian´anmen entwickelte sich bei Wikipedia eine lebhafte Debatte - ähnlich über die demokratische Inselrepublik Taiwan, die Peking als abtrünnige Provinz betrachtet. Endgültige Sperrung genutzt Als heikle Themen kamen die Ein-Kind-Politik sowie die Herrschaft der Kommunistischen Partei hinzu, so dass der Zugang zu Wikipedia nach sporadischen Unterbrechungen im Oktober 2005 endgültig gesperrt wurde. Selbst die deutschen oder englischen Versionen sind nicht mehr zugänglich. Das Internetunternehmen Baidu nutzt die Sperre jetzt, um sich selbst als Nummer Eins der offenen Enzyklopädien in China zu etablieren. In einem Interview der «Financial Times» gab Baidu-Chef Robin Li vor, nicht einmal zu wissen, dass Wikipedia in China gesperrt sei.Links zum Artikel:
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