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Deutscher Braunbär zum Abschuss freigegebenMünchen - Der in Bayern aufgetauchte Braunbär ist zu einer Gefahr für den Menschen geworden. Er wurde deshalb zum Abschuss freigegeben. Es handelt sich aber nicht um «JJ2», der letzten Sommer im Münstertal und Engadin aufgetaucht ist.bert / Quelle: sda / Montag, 22. Mai 2006 / 21:15 h
«Der Bär ist ganz offensichtlich ausser Rand und Band», sagte der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf. Die Behörden hätten sich deshalb entschlossen, das Tier zum Abschuss freizugeben. Auslöser war, dass der vermutlich aus dem italienischen Trentino stammende Bär jede Scheu vor dem Menschen verloren hat.
So riss er in Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen mehrere Hühner in einem Hühnerstall. «Wir können das Risiko nicht auf uns nehmen, dass Menschen zum Schaden kommen», sagte Schnappauf.
Ausnahmegenehmigung Schnappauf gab den bayerischen Jägern eine Ausnahmegenehmigung, den Bären zu jagen und zu erlegen. Ausserdem soll weiter versucht werden, ihn lebend zu fangen. In diesem Fall soll das Tier in ein Gehege kommen. Auf keinen Fall mehr möglich sei eine Rückkehr in die freie Wildbahn. Tierschutzstiftungen wollen nun den Bären vor seinen Jägern retten.Der Braunbär sei zu einer zu grossen Gefahr geworden. (Archivbild) /
![]() Sie stellen ein drei Hektar grosses Bärengehege in Bayern zur Verfügung. Das teilten die Organisationen «Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz und die Stiftung für Bären» mit. Nach Angaben des Bärenexperten Felix Knauer von der Universität Freiburg kam die Entwicklung der letzten Tage überraschend. Es war das erste Mal seit 171 Jahren, dass in Deutschland wieder ein Bär aufgetaucht war. Der letzte in freier Wildbahn lebende Artgenosse war 1835 in Ruhpolding erlegt worden. «JJ2» nicht aufgetaucht Entgegen der ursprünglichen Annahme handelt es sich beim Braunbären nicht um «JJ2», den «Schweizer Bären», der sich letzten Sommer zwei Monate im Münstertal und Engadin aufhielt. Der Bär in Bayern ist ebenfalls ein Männchen. Zur Abklärung seiner Identität wurden Proben nach Italien geschickt. Der «Schweizer Bär», «JJ2», ist noch nicht wieder aufgetaucht. Von ihm fehlt seit Ende September letzten Jahres jede Spur.
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