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«Bruno» beschäftigt JustizMünchen - Der Tod von Braunbär «Bruno» wird zum Fall für die Justiz. Bei der Staatsanwaltschaft München gingen bereits neun Strafanzeigen ein.ht / Quelle: sda / Dienstag, 27. Juni 2006 / 18:27 h
Das bestätigte der stellvertretende Behördenleiter, Oberstaatsanwalt Eduard Mayer. Allerdings gebe es bislang keinen ausreichenden Anfangsverdacht für eine Straftat. Er habe deshalb kein formelles Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Zum Teil sei einfach Strafanzeige erstattet worden, zum Teil richteten sich die Anzeigen konkret gegen Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU), die beteiligten Jäger und Angehörige des Umweltministeriums, erläuterte Mayer. In den Strafanzeigen werden unter anderem Verstösse gegen die Jagdschutzgesetze und das Tierschutzgesetz genannt.
Rücktrittsforderungen
Unterdessen erneuerte die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag ihre Rücktrittsforderung an den Minister. «Nach dem Abschuss von Bruno wird Schnappauf zum Problemminister», erklärte Fraktionschef Franz Maget in Anlehnung an die Bezeichnung für «Bruno» als «Problembär».
Schnappauf wies alle Vorwürfe zurück. Bruno soll später ins Museum kommen.
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![]() Es sei eine Situation gewesen, in der er es niemandem habe recht machen können, sagte Schnappauf. Falls der Bär nicht getötet worden wäre, wäre die Gefahr für Menschen deutlich gestiegen, betonte der Minister. Protestbriefe und Drohungen Laut dem Deutschen Jagdschutz-Verband war das Raubtier am Montagmorgen im Rotwandgebiet in den bayerischen Alpen von einem «staatlich beauftragten Sicherheitsteam des Landratsamtes Miesbach» erlegt worden. Nach dem Abschuss von «Bruno» werden Jäger mit Protestbriefen bis hin zu Morddrohungen überhäuft. «Wir können die Protest- und Drohbriefe nur noch in Zentimetern messen», sagte ein Sprecher des Landesjagdverbandes Bayern am Dienstag in Feldkirchen bei München. War es JJ1? Experten versuchen jetzt herauszufinden, ob es sich bei «Bruno» tatsächlich um «JJ1» handelt, wie der aus Norditalien stammende Bär offiziell heisst. Der Bärenkadaver werde untersucht und eine DNA- Analyse erstellt, sagte der Sprecher des bayerischen Umweltministeriums. Das Tier soll später ausgestopft ins Museum kommen.
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