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Schweizer Regisseur floppt in Salzburg Salzburg - Keine Gnade für den Schweizer Regisseur Roger Vontobel (29) an den Salzburger Festspielen: Schon nach einer halben Stunde flüchtete das Publikum aus seiner Inszenierung von Christian Dietrich Grabbes «Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung».
bert / Quelle: sda / Dienstag, 25. Juli 2006 / 13:15 h
Das Konzept des 1977 in Zürich geborenen und in Südafrika aufgewachsenen Regisseurs, das ohnedies schon wüste Stück aus dem frühen 19. Jahrhundert mit einer Rahmenhandlung zu befrachten, erschloss sich kaum.
Vontobel zeigt auf einer finsteren Gerümpel-Bühne eine Schar verwahrloster Kellerkinder, die zwischen Bücherstapeln, Zelten und Sofas seltsame Rituale entwickelt haben. Dass hier eine Schar «Grabbisten» auf einer Probebühne versucht, die vom Dichter versprochene «tiefere Bedeutung» zu finden, kann im Programmheft nachgelesen werden.
Splatter- und Trash-Theaterabend Zu sehen gibt es eine wirre theatrale Installation, die an die Schrei- und Zuck-Exerzitien eines Renée Pollesch erinnert, aber weder dessen Witz, noch dessen Souveränität erreicht.Der Schweizer Regisseur Roger Vontobel. /
![]() Da möchte man dem wütenden Urteil der umschwärmten Liddy (die Schweizer Schauspielerin und Autorin Monique Schwitters) beipflichten: «So ein elender Scribent! Was ist das für ein Stück?» Erst als eine Teufelin aus dem Latrinenloch kriecht, beginnt die Handlung einen roten Faden zu entwickeln, der tatsächlich an die Vorlage erinnert. Die dient dann als Folie für allerlei Einfälle. Da wird wild getanzt, gibt es eine Dusch-Partie zu dritt, werden Kondome aufgeblasen, Trinkgelage gefeiert und schlechte Gedichte geschrieben. Insgesamt ein Splatter- und Trash-Theaterabend, der bei der Premiere nur wenige Anhänger fand. Es entstand der Eindruck, der Goethe-Zeitgenosse Grabbe (1801-1836) wurde mit diesem Abend endgültig zu Grabe getragen wurde. Kein grosser Verlust ohnedies. ![]() SMS als zuverlässiger Kommunikationskanal Es ist nicht das Offensichtlichste, Kurzmitteilungen als Kommunikationsmittel in einem professionellen Umfeld einzusetzen. Das Gefrickle mit den kleinen Tasten lässt schliesslich kein speditives Arbeiten zu. Und überhaupt sind SMS doch was für verliebte Teenies… Fortsetzung
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