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Umweltschützer mit Konzept Bär zufrieden

Bern - Natur- und Umweltschützer begrüssen das Konzept Bär. Sie halten ein Zusammenleben von Mensch und Bär in der Schweiz für möglich.

ht / Quelle: sda / Dienstag, 25. Juli 2006 / 17:44 h

Skeptischer sind der Bauernverband und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete. Pro Natura und der WWF Schweiz zeigen sich zufrieden mit dem Konzept Bär. Entscheidend sei die Umsetzung. Vor allem müsse die Bevölkerung gründlich informiert werden, damit sie sich gegenüber Bären richtig verhält, unterstreichen beide Organisationen in Medienmitteilungen. Das Raubtier dürfe nicht mit einem zahmen Haustier oder einem Teddy verwechselt und sicher nicht gefüttert werden. Ein Abschuss eines «Risikobären» kommt für Pro Natura nur als letzte aller Möglichkeiten in Frage.

Natürliches Kulturerbe

Für den WWF gehört der Bär zum natürlichen Kulturerbe der Schweiz und der Alpen.



Bären könnten laut WWF den Tourismus beleben. /

Eine dauerhafte Ansiedlung des Bären könnte die Schweiz auch touristisch attraktiver machen, schreibt die Organisation. Der WWF hat in der Schweiz, in Österreich und Italien ein Projekt gestartet, das das Zusammenleben von Mensch und Bär erleichtern soll.

Probleme für Landwirtschaft

Der Bauernverband bleibt dagegen skeptisch. Ein Zusammenleben von Mensch, Bär und anderen Tieren dürfte nach Einschätzung von Thomas Jäggi vom SBV schwierig werden. Die Kosten für den Schutz von Herden dürften nicht einseitig auf die Bauern überwälzt werden. Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) teilt die Besorgnis. Die Ansiedelung des Bären könnte für die Landwirtschaft und den Tourismus Probleme mit sich bringen, befürchtet Ueli Stadler, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der SAB.

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