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Italienische UNO-Soldaten auf dem Weg nach Libanon

Beirut - Die ersten italienischen Soldaten für die UNO-Friedenstruppe in Südlibanon haben sich auf den Weg in ihr Einsatzgebiet gemacht.

li / Quelle: sda / Dienstag, 29. August 2006 / 14:03 h

Der Flugzeugträger Garibaldi stach zusammen mit vier Begleitschiffen vom Hafen in Brindisi in See. Wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete, befinden sich an Bord der fünf Militärschiffe insgesamt 2496 Soldaten. 1516 Soldaten sollen an Bord der Schiffe bleiben, die 980 anderen an Land die UNO-Truppe (UNIFIL) verstärken. Die Schiffe werde am Freitag im südlibanesischen Hafen Tyrus erwartet. Die italienische Regierung hatte am Montag die Truppenentsendung beschlossen. Regierungschef Romano Prodi und Verteidigungsminister Arturo Parisi dankten den Soldaten für deren Einsatz und betonten, dieser werde dazu beitragen, dass Libanon Frieden finde.

Einer der schwierigsten Einsätze italienischer Soldaten

Parisi sprach zugleich von einem der schwierigsten Einsätze italienischer Soldaten seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Einsatz werde «lang, riskant, teuer und schwierig sein, aber auch gerechtfertigt». Insgesamt will die Regierung in Rom 3000 Soldaten für die Truppe abkommandieren, die das Grenzgebiet zwischen Israel und Libanon befrieden soll.



2496 italienische Soldaten sind unterwegs nach Tyrus. /

Damit stellt Italien das grösste Kontingent für die UNO-Truppe, die auf 15´000 Soldaten aufgestockt werden soll. Zudem soll das Land im nächsten Jahr die Führung des Einsatzes von Frankreich übernehmen.

Annan in Südlibanon

Unterdessen ist UNO-Generalsekretär Kofi Annan zu einem Besuch in Südlibanon eingetroffen. Er will sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der UNO-Friedenstruppe UNIFIl machen. Am Hauptquartier der Truppe in Nakura legte Annan einen Kranz zum Gedenken an die UNIFIL-Mitglieder nieder, die während des Einsatzes in Libanon getötet worden waren. Porträts an dem Mahnmal zeigen die vier Blauhelmsoldaten und den zivilen UNIFIL-Mitarbeiter, die im Juli bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen waren. Ausserdem traf Annan mit dem französischen General Alain Pellegrini zusammen, der derzeit das Kommando über die UNIFIl führt. Am Montag hatte er bei Gesprächen mit der libanesischen Regierung in Beirut über Details des geplanten Einsatzes beraten.

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