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Annan zieht positive Bilanz

Teheran - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat eine positive Bilanz seiner Gespräche mit der iranischen Führung in Teheran zum Atomstreit gezogen.

rr / Quelle: sda / Samstag, 2. September 2006 / 21:22 h

Sein Treffen mit Chefunterhändler Ali Laridschani sei «sehr positiv und konstruktiv» gewesen. Er werde sich weiter um Vermittlung bemühen, kündigte der Generalsekretär an. Für Sonntag ist ein Treffen mit Präsident Mahmud Ahmadinedschad geplant. Laridschani sagte nach der Unterredung mit Annan, die beste Lösung für die Krise seien Verhandlungen. Darin seien sich beide Seiten einig. Aussenminister Manuschehr Mottaki sagte, nun komme es darauf an, Vertrauen herzustellen: «Vertrauen geht nur auf Gegenseitigkeit: Wir sind offen für ernsthaftre, umfassende Verhandlungen, aber wir werden keine Vorbedingungen akzeptieren», sagte er laut der halbamtlichen Nachrichtenagentur Mehr.

Vorbedingung sei «unterdrückerisch

Auch mit Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani kam Annan zusammen.



Kofi Annan: «Sanktionen sind nicht die Lösung zu allen Problemen.» /

Rafsandschani forderte die internationale Gemeinschaft danach auf, die Forderung nach einem Stopp der Urananreicherung fallenzulassen. Diese Vorbedingung werde als «unterdrückerisch» empfunden. «Im Iran haben wir derzeit eine Generation, die den Schah vertrieben hat, sich den USA widersetzt hat und sich acht Jahre gegen die Aggression des Irak gewehrt hat; wir werden nun nicht vor den Tyrannen kapitulieren», sagte er. Vor seiner Abreise hatte Annan der französischen Tageszeitung «Le Monde» noch ein Interview gegeben. Dabei erklärte der UNO- Generalsekretär, er «glaube nicht, dass Sanktionen die Lösungen zu allen Problemen sind.» Es gebe «Augenblicke, wo ein wenig Geduld sehr viel ausrichtet.» Am 31. August war die vom UNO-Sicherheitsrat gesetzte Frist an den Iran abgelaufen, seine Urananreicherung einzustellen. Das Land hatte die Frist verstreichen lassen.

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