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EU und Asien betonen Gemeinsamkeiten

Helsinki - Die EU und ihre asiatischen Partner haben ungeachtet ihrer Differenzen über die Menschenrechte gemeinsame Interessen betont.

bert / Quelle: sda / Sonntag, 10. September 2006 / 20:00 h

Bei einem Gipfeltreffen in Helsinki bekannten sich die Staaten zum Klimaschutz und zur Konfliktlösung im Rahmen der UNO. Der Gipfel feiert in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum der Zusammenarbeit beider Seiten im Rahmen der Europa-Asien-Treffen (ASEM). Die 25 EU-Staaten und ihre 13 Partnerländer aus Asien repräsentieren 40 Prozent der Weltbevölkerung, die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung und 60 Prozent des Welthandels. Aus Asien nehmen China, Japan und Süd-Korea sowie die zehn Asean-Staaten an dem Treffen teil. Die Staaten beschlossen am Sonntag, die Mitgliedschaft um Indien, Pakistan, die Mongolei und das Sekretariat der Organisation von 10 südostasiatischen Staaten (ASEAN) zu erweitern.

Forderungen nach Demokratie und Grundrechten

Das Treffen bietet ein Forum für Gespräche und bilaterale Treffen, ohne verbindliche Beschlüsse zu fassen. Die EU setzt vor allem auf einen Ausbau der Handelsbeziehungen zu den stark wachsenden Asien-Staaten.



Asien und Europa sind laut Matti Vanhanen vereint in der energischen Unterstützung des Multilateralismus. /



Der Gipfel feiert in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum der Zusammenarbeit. /

Allerdings sorgen Mahnungen der EU zur Einhaltung der Menschenrechte für Verstimmung bei asiatischen Regierungen. Die EU nutzte die Anwesenheit des Aussenministers Birmas, Nyan Win, um ihre Forderungen nach Demokratie und Grundrechten zu erneuern. «Wir hoffen auf Reformen in Birma», sagte ein Vertreter der finnischen EU-Ratspräsidentschaft. Aussenkommissarin Benita Ferrero-Waldner sagte, die EU habe Birma zur Freilassung politischer Gefangener aufgerufen und Zugang für Hilfsorganisationen zur Not leidenden Bevölkerung gefordert. Rund 200 Demonstranten protestierten gewaltsam gegen die Teilnahme von China und Birma, denen sie Menschenrechtsverletzungen vorwerfen. Zu Beginn des Gipfels betonten die ASEM-Staaten die Rolle der UNO in Sicherheitsfragen. «Asien und Europa sind vereint in der energischen Unterstützung des Multilateralismus», sagte der finnische Ministerpräsident Matti Vanhanen.

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