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DJ Bobo macht mit Stans - Der Sänger DJ Bobo will die Schweiz am nächsten Eurovision Song Contest vertreten.
bert / Quelle: sda / Mittwoch, 11. Oktober 2006 / 17:20 h
«Ja, ich nehme den Auftrag des Volkes an», sagte er am Sitz seiner Produktionsfirma im Winkelried-Dorf Stans.
Die massenmedial gut vorbereitete Kandidatur des Schweizer Stars war keine Überraschung mehr. Ob DJ Bobo in Helsinki tatsächlich im Final singen und tanzen kann, ist aber noch nicht gewiss. Er muss vorher die Schweizer Ausscheidung und den Halbfinal überstehen.
René Baumann, wie DJ Bobo mit bürgerlichem Namen heisst, ist sich bewusst, dass seine «Mission Eurovision» auch «gewaltig nach hinten» losgehen kann. Doch die Angst vor einem Flop dürfe keine Rolle spielen.
Patriotisches Engagement DJ Bobo begründete seine Kandidatur mit den Ergebnissen von Umfragen, die verschiedene Medien in den letzten Tagen dürchgeführt hätten. Er sei bereit für eine Teilnahme, wenn dies die Mehrheit der musikbegeisterten Bevölkerung wünsche, erklärte er. Baumanns Bewerbung ist aber auch ein patriotisches Engagement: Er hofft, dass die Schweizer Song-Contest-Teilnahmen künftig Begeisterungen auslösen wie die Auftritte der Schweizer Fussballer und dass das Selbstbewusstsein der einheimischen Musiker wachse. Andere Länder stünden hinter ihren Teilnehmern am Song Contest und schickten ihre Stars, sagte DJ Bobo. Es könne doch nicht sein, dass die Schweiz sich von ausländischen Künstlern vertreten lasse.DJ Bobo will den Schweizer Künstlern wieder mehr Selbstbewusstsein bringen. /
![]() Noch kein Song Dass es mit seiner Kandidatur für andere Schweizer Bewerber schwierig wird, streitet DJ Bobo nicht ab. Er möchte jetzt auch nicht kandidieren, wenn er ein anderer wäre, sagte er. Unfair sei seine Kandidatur aber nicht. Einen Song für Helsinki hat DJ Bobo noch nicht. Es werde aber kaum eine Ballade, sagte er. Die Bühnenshow dürfte ein wichtiges Element werden. Und: Er wolle punktemässig vorne mitmischen, auch wenn die Schweiz musikalisch im Ausland kaum Freunde habe. Tatsächlich hatten die Schweizer Teilnahmen in den letzten Jahren oft gefloppt. Legendär sind Gunvors null Punkte im 1998. Francine Jordi landete 2002 auf dem drittletzten Platz. «MusicStar» Piero Esteriore scheiterte 2004 im Halbfinal.
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