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Deutsches Geld zerbröselt

Frankfurt - Geldnoten geben der deutschen Polizei und der Bundesbank Rätsel auf. Seit dem Sommer sind rund 1500 zerbröselnde Euro-Noten entdeckt worden.

fest / Quelle: sda / Donnerstag, 2. November 2006 / 13:18 h

Seit Juni sind rund 1500 Euronoten im normalen Gebrauch auseinander gefallen. Grund dafür ist offenbar der Kontakt der Noten mit Schwefelsäure. Die Bundesbank in Frankfurt am Main bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung. Die Noten fielen meistens bei der Entnahme aus Bankautomaten entzwei. Offenbar seien sie zuvor mit schwefelhaltiger Säure in Kontakt gekommen, hiess es beim deutschen Innenministerium. Gesundheitsgefahr besteht keine. Nach Angaben der Bundesbank traten die ersten schadhaften Noten im Raum Berlin auf.



Es ist noch nicht ermittelt, ob es sich um eine mutwillige Manipulation der Banknoten handelt. /

Später wurden nach Angaben der «Bild»-Zeitung auch Fälle aus 17 weiteren Städten, unter anderem Karlsruhe, Düsseldorf und Freiburg, gemeldet. Betroffen waren Noten bis zum Wert von 100 Euro.

Landeskriminalämter eingeschaltet

Die Bundesbank schaltete daraufhin die Landeskriminalämter von Berlin und Rheinland-Pfalz ein. Bislang ist nicht geklärt, wie die Chemikalien auf die Noten gelangt sind und ob dies absichtlich oder versehentlich geschah. Ein Herstellungsfehler wird ausgeschlossen. Bislang gibt es keinen Hinweis auf eine Straftat. Die Wahrscheinlichkeit, eine solche Note in die Hand zu bekommen, ist nach Einschätzung der Bundesbank äusserst gering. Im Euroraum sind 10,5 Milliarden Noten und in Deutschland 5 Milliarden im Umlauf. Wer doch eine schadhafte Note erwischt, kann sie sich ersetzen lassen. Voraussetzung ist, dass mehr als die Hälfte der Noten zurückgebracht wird.



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