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Afrika fordert verstärkten Klimaschutz

Nairobi - Mit der Warnung vor den Folgen der Erderwärmung für die ärmsten Länder der Welt ist in Nairobi die zwölfte UNO-Klimakonferenz eröffnet worden. Der Klimawandel wurde als eine der schwersten Bedrohungen für die Menschheit bezeichnet.

fest / Quelle: sda / Montag, 6. November 2006 / 14:04 h

«Es liegt eine grosse Aufgabe vor uns», sagte der kenianische Vizepräsident Moody Awori abei der Eröffnung der Konferenz in Nairobi vor rund 6000 Delegierten aus 189 Ländern. Vor allem Afrika leide unter den Folgen der Erderwärmung. Der Gipfelvorsitzende, Kenias Umweltminister Kivutha Kibwana, forderte die Industriestaaten zu neuen Zusagen für den Klimaschutz auf. Der Greenpeace-Vertreter sagte in Nairobi, die schlimmsten Folgen des Klimawandels könnten nur behoben werden, wenn die Regierungen sofort handelten.

Pessimistische Erwartungen

In den kommenden zwölf Tagen soll es auch um die Verlängerung des Kyoto-Protokolls zur Verringerung der Treibhausgase über das Jahr 2012 hinaus gehen. Der Chef des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer, zeigte sich jedoch schon im Vorfeld der Konferenz wenig optimistisch. Er erwarte «keine wirklichen Resultate».



Kivutha Kibwana fordert die Industriestaaten zu neuen Zusagen für den Klimaschutz auf. /

Auf dem Klimagipfel vor einem Jahr im kanadischen Montréal hatten die Partner der Klimarahmenkonvention von 1992 vereinbart, dass es ein Kyoto-Folgeabkommen geben soll.

Schweizer Beteiligung

An den letzten drei Tagen der Konferenz in Nairobi nehmen auch die Umweltminister teil. Die Schweiz wird von Bundespräsident und Umweltminister Moritz Leuenberger vertreten. Die Schweiz hat die Konferenz mit Kenia zusammen organisiert. Bei einem informellen Ministertreffen im September in Rüschlikon ZH hatten sich die über 30 Teilnehmer darauf geeinigt, dass bis 2009 ein Konsens über das künftige Klimaregime gefunden werden soll. Die Schweiz fordert mit den anderen Ländern, die das Protokoll ratifiziert haben, dass alle Grossemittenten von Treibhausgasen in die Pflicht genommen werden. «Die Lasten müssen gerecht verteilt werden», schreibt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in seinem Communiqué zur Konferenz in Nairobi.

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