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Emma-Kunz-Zentrum klagt gegen Künstler Thomas HirschhornZürich - Das Emma-Kunz-Zentrum in Würenlos AG hat beim Handelsgericht des Kantons Aargau eine Urheberrechtsklage gegen Thomas Hirschhorn deponiert.fest / Quelle: sda / Mittwoch, 22. November 2006 / 08:47 h
Der Berner Künstler wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe. Im Brennpunkt des Streits steht Hirschhorns Installation «Spatial Front 2005». Der Künstler habe für sein Werk «ohne Einwilligung» des Rechteinhabers Anton C. Meier vom Emma-Kunz-Zentrum mindestens 34 Faksimiles von Werken der Schweizer Künstlerin Emma Kunz (1892-1963) hergestellt und in sein Werk integriert, heisst es in der Klageschrift des Anwalts Bruno Glaus.
Hirschhorn habe damit «rechtsverletzende Werke zweiter Hand» geschaffen. Glaus betont, dass die Kunz-Werke in der Installation «Spatial Front 2005» «klar erkennbar» seien. Würden sie «verblassen», wäre Hirschhorns Werk eine «Neugestaltung» und als solches ohne Erlaubnis des Urhebers zulässig.
Thomas Hirschhorn hatte Faksimiles von Emma Kunz-Werken in einem seiner Kunstwerke benutzt. /
![]() Neben dem 49-jährigen in Bern geborenen Hirschhorn verklagt das Emma- Kunz-Zentrum die New Yorker Galeristin Barbara Gladstone, die Hirschhorns Werk zum Preis von 125 000 Dollar zum Verkauf angeboten und damit ebenfalls die Urheberrechte verletzt habe. Hirschhorn und Gladstone hätten dem Zentrum zusammen «mindestens 44 600 Franken» zu bezahlen, heisst es in der Klageschrift. «Nur zitiert» «Ich habe das Urheberrecht nicht verletzt, ich habe Emma Kunz nur zitiert», sagte Thomas Hirschhorn auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Mit Vehemenz verteidigte Hirschhorn «die Freiheit des Künstlers», er lasse sich nicht «mundtot» machen. Wer behaupte, er habe das Recht verletzt, habe sein Werk nicht gesehen. Es umfasse rund 2000 Elemente, nur ganz wenige davon würden mit Emma Kunz «in einen Dialog treten». Es sei lächerlich, daraus nun «eine so grosse Sache» zu machen. «Ich mache nur meine Arbeit als Künstler, engagiert, logisch, kohärent.» Das nächste Wort hat das Gericht.
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