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Asphalt-Skandal: Fulvio Pelli weist Vorwürfe zurückLugano - FDP-Präsident Fulvio Pelli weist eine Verwicklung in den Tessiner Asphalt-Skandal von sich. Er sei zwar VR-Präsident einer Firma gewesen, der Kartellbildung vorgeworfen wird. Von den illegalen Machenschaften habe er aber nichts gewusst.bert / Quelle: sda / Freitag, 26. Januar 2007 / 11:10 h
Als er Ende 2004 erfahren habe, dass die Wettbewerbskommission (Weko) ein Verfahren eröffnet habe, sei er aus dem Verwaltungsrat der in Lugano ansässigen Costra SA ausgetreten, sagte Pelli gegenüber den Zeitungen «Corriere del Ticino» und «LaRegioneTicino».
Das Sekretariat der Weko kam zum Schluss, dass 19 der 20 im Tessin tätigen Strassenbaufirmen jahrelang ein Kartell bildeten, wie vor zwei Wochen publik wurde. Diese Absprachen führten dazu, dass die Bitumenpreise im Tessin doppelt so hoch waren wie in der übrigen Schweiz.
Keine Bussen Die Weko hat in dieser Affäre noch kein Urteil gefällt. Eine Busse droht den involvierten Firmen nicht, da die beanstandeten Wettbewerbsbeschränkungen vor dem Inkrafttreten des revidierten Kartellgesetzes vom 1. April 2005 aufgelöst wurden. Hätte das alte Kartellgesetz bereits Sanktionsmöglichkeiten vorgesehen, dann hätten den Firmen Geldbussen in der Höhe von insgesamt 29,3 Mio.Fulvio Pelli sei 2004 aus dem Verwaltungsrat der Costra SA ausgetreten. /
![]() Franken gedroht. Politisches Nachspiel? Folgen könnte der Asphalt-Skandal dennoch haben. Zum einen prüft die Tessiner Staatsanwaltschaft, ob die Firmen strafrechtlich belangt werden können. Zum anderen ist noch nicht entschieden, ob der Kanton gegen das Kartell eine Schadenersatzklage einreicht. Auch politisch könnte es noch ein Nachspiel geben. Bei der Costra SA beispielsweise fungiert FDP-Grossrat Thomas Arn als Delegierter des Verwaltungsrates. Mit Tullio Righinetti (FDP), Claudio Suter (FDP) und Paolo Beltraminelli (CVP) sind weitere Grossräte in den Skandal verwickelt, weil sie Verwaltungsratsmandate bei den beschuldigten Firmen innehatten.
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