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Serbien weist Vorschlag für das Kosovo zurück

Belgrad - Die serbische Regierung hat den Vorschlag des UNO-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari für den künftigen Status der Provinz Kosovo zurückgewiesen. In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung forderte die Regierung das neue Parlament in Belgrad auf, den Vorschlag Ahtisaaris abzulehnen.

fest / Quelle: sda / Mittwoch, 14. Februar 2007 / 10:00 h

Als Begründung nennt die Regierung die Verletzung der territorialen Einheit und Souveränität Serbiens. Nur ein «Verhandlungsprozess» unter UNO-Schirmherrschaft, in dem «kein Druck» ausgeübt werde und «kein willkürlicher Zeitdruck» herrsche, könne zu einer dauerhaften Lösung für das Kosovo führen, heisst es weiter. Das neue serbische Parlament kommt am Mittwoch zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Dabei soll es nach den Vorstellungen der Regierung die Erklärung verabschieden.



Der UNO-Sondergesandte für das Kosovo, Martti Ahtisaari, wird nicht erfreut sein. /

Die Status-Gespräche sollen am 21. Februar in Wien fortgesetzt werden. Sie waren auf Antrag des serbischen Präsidenten Boris Tadic verschoben worden, weil zunächst eine Stellungnahme des Parlaments in Belgrad abgewartet werden solle. Ahtisaari hatte in der vergangenen Woche eine Selbstregierung Kosovos vorgeschlagen, die mit einer eigenen Verfassung und dem Recht auf internationale Eigenständigkeit einhergehen soll, ohne dass das Wort Unabhängigkeit ausdrücklich vorkam. Das Kosovo wird seit 1999 von der UNO verwaltet.

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