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Gesundheitsminister lässt Tamiflu untersuchen Basel - Der japanische Gesundheitsminister hat gegen das Roche-Medikament Tamiflu eine Untersuchung angeordnet. Ergriffen wurde diese Massnahme nach dem Tod von zwei Jugendlichen, die nach der Behandlung mit dem Grippemittel aus einem Gebäude stürzten.
rr / Quelle: sda / Dienstag, 27. Februar 2007 / 15:43 h
Ein 14-Jähriger verstarb in der japanischen Stadt Sendai nach dem Sturz aus dem elften Stock eines Wohnhauses.
Nach Polizeiangaben erwachte er mitten in der Nacht nach der Einnahme von Tamiflu. Seine Mutter habe ihm geraten, auf die Toilette zu gehen. Der Jugendliche verliess jedoch die Wohnung und stürzte in die Tiefe.
Nachdem sich bereits Anfang Februar eine ebenfalls 14 Jahre alte Patientin nach der Behandlung mit Tamiflu in Japan von einem hohen Gebäude gestürzt hatte, verlangte der Gesundheitsminister von der Roche-Tochter Chugai Informationen. Zudem wurde das Unternehmen zur Zusammenarbeit mit den Behörden aufgefordert.
Bis letzten November seien 54 Menschen nach der Einnahme von Tamiflu gestorben. /
![]() Zusammenarbeit zugesichert Eine Roche-Sprecherin in Basel sicherte den japanischen Behörden die Zusammenarbeit bei der Untersuchung der Todesfälle zu. Bisher habe ein Zusammenhang zwischen psychischen oder psychologischen Störungen oder Todesfällen mit Tamiflu jedoch nie nachgewiesen werden können. Nach Angaben der Sprecherin haben bisher über 50 Millionen Patienten in 80 Ländern das 1999 zugelassene Grippemedikament eingenommen. Bei einem von 100 000 Tamiflu-Patienten wurden psychische oder psychologische Störungen verzeichnet, Todesfälle gab es einen auf zwei Millionen Patienten.Keinen direkten Zusammenhang Laut dem japanischen Gesundheitsminister verstarben bis letzten November 54 Menschen nach der Einnahme von Tamiflu, darunter 16 Jugendliche unter 16 Jahren. Auch der Minister stellte indes keinen direkten Zusammenhang zwischen den Vorfällen und dem Grippemittel her. Schon 2005 war in Japan der Verdacht aufgetaucht, Tamiflu könne bei Jugendlichen zu Verhaltensstörungen bis hin zu Suizid führen.
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